Bundesparteitag der MUT Tierschutzpartei -- Chaostage bei Tierschutzpartei

Am letzten Wochenende fand in Frankfurt am Main der 40. Bundesparteitag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz statt. 108 stimmberechtigte Mitglieder und eine handvoll Gäste füllten den kleinen Saal.

Es wurde niemand aus dem Freistaat Thüringen in den Bundesvorstand gewählt. „Von Aufbruchsstimmung war keine Spur“, so ein Teilnehmer.

Dass der alte Bundesvorstand, unter Tagesordnungspunkt 8, nicht entlastet wurde, wunderte bei einem fehlenden finanziellen Rechenschaftsbericht ( Tagesordnungspunkt 7 ) kaum einen der Mitglieder in dem Sitzungsraum.

Letztendlich setzten sich in deutlicher Zahl die Mitglieder aus den westlichen Bundesländern durch. Als 1. Bundesvorsitzender wurde Matthias Ebner aus Baden-Württemberg mit über 80 Stimmen wiedergewählt.

Mit einem deutlich geringeren Anteil wurde die 2. Bundesvorsitzende, Sandra Lück aus Nordrhein-Westfalen gewählt. Vor Ihrer Wahl musste Sie sich fragen lassen, wie sie sich zu rechter Politik stellt. Sie gab ein Bekenntnis gegen rechts ab, welches aber nicht von jedem Mitglied als glaubhaft empfunden wurde. In der weiteren Diskussion wurde die von Ihr als Landesvorsitzende in NRW tolerierte Zusammenarbeit mit ex AFD`lern thematisiert.

Der Mitarbeiter des Europaabgeordneten Martin Buschmann, Robert Gabel, wurde als 3. Bundesvorsitzender ebenfalls wiedergewählt.

In den Vorstand wurden weiter gewählt: Dr. Jessica Frank (Baden-Württemberg) als Generalsekretärin, Andrea Dörner (NRW) als Bundesschatzmeisterin, Dietrich Rink (Berlin) als Bundesschriftführer, Patrizia Kopietz (Baden-Württemberg) als Bundesgeschäftsführerin, Evgueni Kivmen (Berlin) als stellv. Generalsekretär, Suzi Mövius (Baden-Wurrtemberg) als stellvertretende Schatzmeisterin und Aida Spiegeler-Castaneda (Baden-Würrtemberg) als stellvertretende Schriftführerin.

Der Ehemann von Sandra Lück, Rainer Lück aus Nordrhein-Westfalen, ist zweimal als Kandidat für die Ämter Schriftführer und stellvertretender Schriftführer durchgefallen, während Berthold Behrendt (NRW) als einziger Kassenprüfer gewählt wurde.

Ein Mitglied der Tierschutzpartei welches nicht genannt werden möchte, resümiert nachdenklich: „ Für eine Partei die 25 Jahre besteht, ist es wirklich traurig, insbesondere im Blick auf 30 Jahre deutsche Einheit, dass unsere Partei fast ausschließlich von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen dominiert wird und das obwohl es angeblich aktive Verbände in allen Bundesländern gibt.“

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Der hier ursprünglich von mir veröffentlichte Artikel wurde am 19.11.2019 13:00h aufgrund folgenden Hinweises, der mich per E-Mail von meinAnzeiger.de erreichte, wie folgt ergänzt:
"Lt. Information des EU-Abgeordneten Robert Gabel von den zehn gewählten Bundesvorstandsmitgliedern des erweiterten Präsidiums 30 Prozent aus den neuen Bundesländern (2 Brandenburger und 1 Vorpommer). Damit ist die Behauptung, der Osten sei unterrepräsentiert, unzutreffend."

Autor:

Gerhard Koch aus Eisenach

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