DLRG-Team gelingt mit dem Gewinn einer Silbermedaille in der Disziplin „Line Throw“ ein unerwarteter Achtungserfolg.
Thüringer Rettungsschwimmer gewinnen Medaille bei EM-Quali!

Tobias Schmeller (2. von links) und Paul Dorn (3. von links) kämpfen um einen Flag.
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  • Tobias Schmeller (2. von links) und Paul Dorn (3. von links) kämpfen um einen Flag.
  • Foto: Steffen Schulze / DLRG Thüringen
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Halle (Saale)/ Erfurt: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stellt als Spitzenverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Nationalmannschaft im Rettungssport. Den Junioren Rettungspokal vom 27. bis 30.06.2019 in Halle (Saale) nutzte die Bundestrainerin Elena Prelle als Sichtungswettkampf für die im September in Italien stattfindende Junioren-Europameisterschaft im Rettungsschwimmen (JEM). Unter den über 200 Athleten zwischen 14 und 18 Jahren waren erstmals seit 2014 auch wieder Thüringer Rettungssportler. Fünf junge Frauen und vier Männer aus Eisenach und Weimar stellten sich der Herausforderung des viertägigen Wettbewerbes. Mit dem Gewinn einer Silbermedaille in der Disziplin „Line Throw“ gelang ihnen dabei ein unerwarteter Achtungserfolg.

Während des Junioren Rettungspokals kämpften sie nicht nur in Schwimmbaddisziplinen um Medaillen, sondern auch bei für sie noch ungewohnten Freiwasserwettbewerben. Unter einer brütenden Sonne galt es, zum Beispiel eine 400 Meter lange Schwimmstrecke im Geiseltalsee zu absolvieren. Auch ein 90 Meter Strand-Sprint und Disziplinen, in denen die Sportler ein Rettungsbrett oder einen Rettungsski nutzten, gehörten zum Wettkampfprogramm. Der Wettbewerb „Beach Flags“ stellte im heißen Sand eine besondere Herausforderung dar. Aus der Bauchlage heraus sprintet hier der Rettungssportler am Strand eine Distanz von ca. 20 Metern und greift sich einen Stab (Flag). Da weniger Stäbe als Wettkämpfer vorhanden sind, scheiden bei jedem Durchgang Sportler aus. Wer den letzten Stab ergreift gewinnt!
Dass die Thüringer zum ersten Mal bei einem Freiwasserwettkampf waren, ließen sie sich nicht anmerken. Bereits am ersten Wettkampftag erreichte Natalie Rössel das Finale beim „Beach Sprint“ und Tom Günther beim Brandungsschwimmen „Surfe Race“. Auch die Sprintstaffeln der Damen (Mara Friedrich, Emma Dorn, Natalie Rössel, Antonia Kratzius) und der Herren (Paul Dorn, Klemens Kleine, Tom Günther, Tobias Schmeller) schafften es in die Endläufe.
Diese Erfolge konnten die Rettungssportler am zweiten Tag am Geiseltalsee fortsetzen. Tobias Schmeller und Klemens Kleine qualifizierten sich für das „Beach Flag“ Finale. Hier verpasste Klemens nur durch einen technischen Fehler einen Platz unter den Top Ten. Und auch bei der Staffeldisziplin „Rescue Tube Rescue“ schafften es die Thüringer Jungen und Mädchen in den jeweiligen Endlauf.
In den zwei folgenden Schwimmhallentagen präsentierten sich die Sportler aus Eisenach und Weimar ebenfalls in hervorragender Verfassung. Lena Oppermann, Paul Dorn und Klemens Kleine erreichten in sieben Disziplinen den Endlauf der 16 besten Junioren Deutschlands!
Traditionell sind Staffelwettbewerbe eine Stärke der Thüringer. Die Damen- und Herrenmannschaften qualifizierten sich nicht nur fast ausnahmslos für die jeweiligen Finalläufe. Paul Dorn und Klemens Kleine gelang sogar eine kleine Sensation. Bei ihrem ersten „Line Throw“ Wettkampf, bei dem ein Sportler (Klemens Kleine) vom Beckenrand aus ein Leinenende dem 12 Meter entfernt im Wasser wartenden Teamkameraden (Paul Dorn) zuwirft, um ihn an den Beckenrand zu ziehen, zogen sie als Vorlaufschnellste in das A-Finale und erkämpften sich dort eine Silbermedaille!

Der 17. Junioren Rettungspokal war nicht nur ein wertvolles Erlebnis, er sorgte auch für zusätzliche Motivation. Und bei anhaltendem Trainingsfleiß ist es nicht auszuschließen, dass die Bundestrainerin Elena Prelle in den nächsten Jahren auch in Thüringen anruft!

Über den Rettungssport
Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Er entstand aus der Idee, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen. Denn gute Rettungssportler sind auch gute Rettungsschwimmer. Der Sport kann im Ernstfall helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig können durch ihn Techniken zur Rettung verfeinert und perfektioniert werden. Kraft, Kondition, Schnelligkeit und die Beherrschung der Rettungsgeräte sind Voraussetzung dafür, im Wettbewerb konkurrenzfähig sein zu können. In der DLRG betreiben rund 60.000 meist junge Menschen aktiv den Rettungssport, vom lokalen Verein bis hin zum internationalen Wettkampf. Vielen von ihnen konnten dadurch bereits für den Wasserrettungsdienst an den Stränden, Badesee und in Schwimmbädern begeistert werden.

Über die DLRG
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ist mit rund 1.800.000 Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. Auch in Thüringen werden zum Beispiel die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildungen ausschließlich von ehrenamtlichen Ausbildern geleitet. Wenn Sie einen Beitrag zur Arbeit der DLRG im Freistaat leisten möchten, ist Ihre Spende willkommen. Infos unter: https://thueringen.dlrg.de/

Autor:

Steffen Schulze aus Eisenach

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