Bericht zur Wanderung vom Rennstieg zum Rennsteig

Wanderung von Kammerforst nach Hörschel am 24.6.2017
  • Wanderung von Kammerforst nach Hörschel am 24.6.2017
  • hochgeladen von Ulrich Biermann

Jeder interessierte Mühlhäuser Wanderfreund kennt den Waldverein Mühlhausen, die Wanderfalken und die Ortsgruppe Hainich - Rennstieg aus Kammerforst, die in dem Rennsteigverein 1896 integriert sind und unter deren Regie wurde eine Wanderung von etwa sechsundzwanzig Kilometern, die unter dem Motto - Vom Rennstieg zum Rennsteig - stand, angeboten.
Los ging es unter der Leitung des Wanderführers Gerd Betzold, am 24.6.2017, vom Sportplatz des ca. 900 Einwohner zählendem Ortes, Kammerforst. Zuerst liefen die Wanderer durch den Kammerforster Grund , vorbei am Magdkreuz, das bereits um 1450 / 1500 entstanden sein soll, zur Antoniusherberge, die am Rennstieg liegt.
Laut einer Sage hatte der Wirt dieser Herberge im 16. Jahrhundert verschiedene Straftaten begangen und schreckte auch vor Morden nicht zurück, so dass die Bewohner der umliegenden Dörfer diesen erhängte und die Herberge zerstörte.
Der Wanderweg führte uns nun an dem Ritter- Kreuz vorbei , in das Mihlaer Tal bis wir den an der Werra liegenden Ort Mihla ( ca. 2500 Einwohner, Ersterwähnung 780 -802 )
erreichten. Erwähnenswerte Sehenswürdigkeiten sind u.a. das "Graue Schloss" im
13. Jahrhundert eine Wasserburg, heute ist es eine Gastwirtschaft und das "Rote Schloss" größtes Fachwerkschloss, leider sehr heruntergekommen.
Nachdem die Wanderer sich gestärkt hatten, führte die Wanderroute entlang der Werra, die uns nun einige Kilometer begleiteten sollte, durch Buchenau , ein Ortsteil von Mihla , in deren Umfeld bis 1968 Soda abgebaut wurde. Weiter ging es an dem kleinen Ort Ebenau vorbei , hier sind besonders die Ebenauer Köpfe zu erwähnen, bis wir Creuzburg mit seinen Sehenswürdigkeiten , wie z.B. die mittelalterliche Burganlage erbaut um 1170, die Werrabrücke erbaut 1225 und die Liboriuskapelle erbaut 1499, erreichten.
Hier direkt am Ufer der Werra wurde durch die Mitglieder der Ortsgruppe Hainich , zu unserer Überraschung eine Pause mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen organisiert. Hierfür möchte ich mich im Namen der Wanderer nochmals recht herzlich bedanken.
Leider mussten wir jetzt die Werra verlassen und liefen auf dem Radweg direkt nach Wilhelmsglücksbrunn, das zur Stadt Creuzburg gehört und seit 1997 ein Stiftsgut der Diakonie Evang. Betreuungs.- u. Hilfsverein e.V. ist. Weiter auf dem Radweg wurde durch den Ort Spichra ( 250 Einwohner ) gewandert und nach etwa zwei Kilometern hatten wir unser Wanderziel , den Ort Hörschel, hier beginnt der Rennsteig, erreicht.

Fazit: Der Anfang bis zur Antoniusherberge war der schwierigste Teil der Wanderung; danach war die Wanderstrecke eben. Der geübte Wanderer brauchte nur noch genügend Ausdauer, um diese Wanderung zu genießen. Es war eine anspruchsvolle aber schöne Wanderung , die von der Ortgruppe Hainich fast jedes Jahr angeboten wird.

Autor:

Ulrich Biermann aus Mühlhausen

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