Katastrophenschützer proben Ernstfall
Bootsübung der DLRG Wasserretter

Eine verunglückte Person wird an Bord genommen.
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  • Eine verunglückte Person wird an Bord genommen.
  • Foto: René Rimbach / DLRG Thüringen
  • hochgeladen von Steffen Schulze

Erfurt/ Hohenwarte. In einer großangelegten Übung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Thüringen probten Strömungsretter aus Eisenach, Erfurt, Gotha, Jena, Saalfeld und Weimar am Hohenwarte-Stausee am 06. April den Ernstfall. Zusätzlich war das Technische Hilfswerk (THW) mit der „Einsatzgruppe Wassergefahr“ des Ortsverbandes Apolda vor Ort.

Mit neun Booten und zweiunddreißig Einsatzkräften wurden verschiedene Unglücksfälle simuliert, um Material und Technik so realitätsnah wie möglich einsetzen zu können. Unter anderem wurde ein verunglücktes Boot geborgen und verunfallte Personen aus dem Wasser gerettet.

Der Wasserrettungszug des DLRG Landesverband Thüringen zieht sein Einsatzpersonal aus verschiedenen Städten des Freistaates. Umso wichtiger ist, dass eine Zusammenarbeit im Ernstfall reibungslos funktioniert und die Rettungskräfte einander blind vertrauen können. Nur durch ständiges Üben können die Strömungsretter ihre Fertigkeiten vertiefen und im Einsatzfall ohne Verzögerung abrufen. Dabei investieren die durchweg ehrenamtlich engagierten Helfer ihre Freizeit, um Deutschlands Wasserflächen sicherer zu machen. Wie wichtige dieses Engagement ist, zeigt die Ertrinkungsstatistik des vergangenen Jahres. 2018 sind in Deutschland mindestens 504 Menschen ertrunken. Rund 86 Prozent der Opfer verloren dabei in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen ihr Leben.

„Hatten wir im vorherigen Jahr durch den per se ausgebliebenen Sommer verhältnismäßig geringe Ertrinkungszahlen, bewies das langanhaltende Sommerwetter des letzten Jahres nun, dass es leider auch anders gehen kann“, beklagte Achim Wiese, Pressesprecher der größten Wasserrettungsorganisation der Welt.

Die meisten Todesfälle ereigneten sich an den ungesicherten Badestellen, vor allem im Binnenland.

Die Strömungsretter der DLRG bereiten sich mit ihren Übungen unter anderem auch auf Großschadenslagen, wie Überschwemmungen vor. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Thüringer Katastrophenschutzes.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ist mit rund 1.800.000 Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. Auch in Thüringen werden zum Beispiel die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildungen ausschließlich von ehrenamtlichen Ausbildern geleitet. Wenn Sie einen Beitrag zur Arbeit der DLRG im Freistaat leisten möchten, ist Ihre Spende willkommen. Infos unter: https://thueringen.dlrg.de/

Kontoverbindung: Sparkasse Mittelthüringen; IBAN: DE78 8205 1000 0125 0181 50

Eine verunglückte Person wird an Bord genommen.
Zuwasserlassen eines DLRG Hochwasserrettungsbootes mit Hilfe eines Kranes.
Autor:

Steffen Schulze aus Eisenach

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