974 Menschen haben die Rettungsschwimmer der DLRG 2018 das Leben gerettet.
DLRG sorgt für Sicherheit im und am Wasser

Selina Urbach, Rettungsschwimmerin aus Eisenach, trainiert mit einem Rettungsbrett.
  • Selina Urbach, Rettungsschwimmerin aus Eisenach, trainiert mit einem Rettungsbrett.
  • Foto: Peter Urbach/ DLRG Eisenach
  • hochgeladen von Steffen Schulze

Bad Nenndorf. In fast allen Bundesländern sind sie schon da: die Sommerferien. Mit Beginn der Urlaubszeit zieht es viele nun ans Meer oder an den nächstgelegenen See, um sich dort abzukühlen – oft jedoch zu sorglos. Für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bedeutet das die arbeitsreichste Zeit des Jahres. Allein in den Monaten Juni bis September des Vorjahres ertranken fast 300 Menschen in Deutschland.

„Leichtsinn, Selbstüberschätzung und oftmals auch übermäßiger Alkoholgenuss sind die Hauptursachen für das Ertrinken“, erklärt Achim Haag, Präsident der DLRG.

Vor allem an unbewachten Gewässern sei das Risiko um ein Vielfaches höher. Flüsse, Seen und Teiche führten immer wieder die Ertrinkungsstatistiken an. Denn dort seien die Rettungsschwimmer selten im Einsatz.

„Wir sind immer bereit, mit Kommunen und Landkreisen zu kooperieren und unsere Gefahrenexpertise und Rettungsschwimmer zur Verfügung zu stellen. Leider versuchen viele allzu oft, sich mit Aufstellen eines Badeverbotsschilds etwa an einem See ihrer Verantwortung zu entziehen“, bedauert Haag.

Das halte jedoch die wenigsten davon ab, ins Wasser zu springen.

„An den Küsten haben wir mit dem Zentralen Wasserrettungsdienst Küste ein hervorragendes System etabliert, um Unfälle zu erkennen, zu verhindern oder in der Not schnell einzugreifen. Die Küsten sind also sehr sicher“, so der Chef der Lebensretter weiter.

Tatsächlich ertranken im vergangenen Jahr mit 25 Menschen verhältnismäßig wenige zwischen Borkum und Usedom. Insgesamt wachen jährlich über 45.000 DLRG-Mitglieder ehrenamtlich über die Sicherheit von Badenden und Wassersportlern an Küsten und Binnengewässern. 974 Menschen haben die Rettungsschwimmer 2018 das Leben gerettet.

Baderegeln Viele Unfälle ließen sich vermeiden, wenn sich Badelustige an ein paar simple Regeln hielten. Zehn davon hat die DLRG veröffentlicht. Die leicht verständlichen Piktogramme mögen kindgerecht wirken, gelten aber natürlich auch für Erwachsene. Mittlerweile stehen die Regeln in über 25 Sprachen zur Verfügung. Damit reagieren die Wasserretter vor allem auf die Risikogruppe der Flüchtlinge (33 Ertrinkungsfälle im Jahr 2018). Hier finden Sie die Baderegeln: dlrg.de/informieren/regeln

Über die DLRG Die DLRG ist mit fast 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die DLRG ist die Nummer Eins in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung in Deutschland. Von 1950 bis 2018 hat sie über 22,5 Millionen Schwimmprüfungen und fast fünf Millionen Rettungsschwimmprüfungen abgenommen. In rund 2.000 Gliederungen leisten die ehrenamtlichen Helfer pro Jahr über zehn Millionen Stunden freiwillige Arbeit für die Menschen in Deutschland. Die Kernaufgaben der DLRG sind die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die Aufklärung über Wassergefahren sowie der Wasserrettungsdienst. Über 45.000 Mitglieder wachen jährlich weit mehr als drei Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Mehr Informationen unter dlrg.de.

Autor:

Steffen Schulze aus Eisenach

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