Digital und Technik
Besser nicht den Ausweis in die Kamera halten: Identitätsklau durch Video-Ident-Verfahren bei der Jobsuche

Mit der Aufforderung, ein Video-Ident-Verfahren durchzuführen, greifen Kriminelle derzeit Daten von Jobsuchenden für illegale Zwecke ab.
  • Mit der Aufforderung, ein Video-Ident-Verfahren durchzuführen, greifen Kriminelle derzeit Daten von Jobsuchenden für illegale Zwecke ab.
  • Foto: © Pixabay / geralt / CCO/TRD Digital und Technik
  • hochgeladen von Heinz Stanelle

By (TRD) Pressedienst Blog News Portal 2018
(TRD/CID) Die Suche nach einem neuen Job ist derzeit mit ungewöhnlichen Risiken behaftet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt davor, sich als Bewerber per Video-Ident-Verfahren bei angeblichen Arbeitgebern zu identifizieren – hinter der Aufforderung könnten Betrüger stecken.

Ein Video-Ident-Verfahren wird von Banken genutzt, um online Konten zu eröffnen. In einem Video-Chat halten Verbraucher dabei zur Identifikation ihre Ausweisdokumente in die Kamera und sparen sich so den Gang zur Filiale. Im Falle einer Bewerberin aus Brandenburg, die sich auf eine – nicht existierende – Stelle der Deutschen Bahn AG beworben hatte, hatte der angebliche Arbeitgeber die Eröffnung des Kontos auf ihren Namen offenbar vorab mit falschen Kontaktdaten eingeleitet. Dass das Konto anders als der gutgläubigen Bewerberin versichert bestehen blieb, erfuhr sie erst durch Briefe der Bank. Zu diesem Zeitpunkt hatten Unbekannte bereits Geldbeträge darüber überwiesen.
„Mit Identitätsnachweisen und Bankkonten ist es Betrügern im Internet möglich, viel Schaden anzurichten. Die Konten könnten beispielsweise für das Betreiben von sogenannten Fakeshops benutzt werden“, berichtet Ulrike Bodenstein vom Marktwächter Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Brandenburg.

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