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Der richtige Umgang mit dem Solarium

Der Besuch eines Solariums kann bei vernünftigem Gebrauch viele Vorteile für Haut, Körpergefühl und Wohlbefinden bringen. In der kalten Jahreszeit, die oft mit der sogenannten Winterdepression einhergeht, kann eine Bestrahlung an der Sonnenbank einen Licht- und Wärmemangel ausgleichen. Hautprobleme wie Neurodermitis oder Akne lassen sich durch Bestrahlung im Solarium nachweislich mildern. Ein verantwortungsbewusster und maßvoller Umgang ist jedoch unumgänglich, da wie bei natürlicher Sonnenbestrahlung ein Überkonsum das Risiko für vorzeitige Hautalterung, Hautkrebs oder Pigmentstörungen signifikant erhöht.

Die wichtigsten Grundregeln beim Gebrauch des Solariums

Um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Längere Pausen zwischen den Sitzungen sind wichtig, damit sich die Haut von der Bestrahlung erholen kann. Der Besuch eines Solariums sollte höchstens fünfzig Mal im Jahr und nie öfter als zweimal pro Woche erfolgen. Die Zeiten, in denen der Körper im Urlaub und in der Freizeit dem natürlichen Sonnenlicht ausgesetzt wird, sind zusätzlich zu bedenken. Viele Menschen benützen das Solarium zum „Vorbräunen“, um die Haut auf den Sommerurlaub vorzubereiten. Die UVB-Strahlung, die die Schutzfunktion der Haut erhöht, ist allerdings im Solarium herausgefiltert. Auch wenn die Haut durch die Sonnenbank schon attraktiv gebräunt aussieht, muss trotzdem im Urlaub auf ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden.

Die richtige Vorbereitung auf die Sonnenbank

Einige Hauttypen reagieren auf UV-Strahlung besonders sensibel und neigen zu schneller Sonnenbrand-Entwicklung und Pigmentstörungen. Vor allem hellhäutige Menschen mit blonden oder rötlichen Haaren, blauen oder grünen Augen und Neigung zur Bildung von Sommersprossen und Muttermalen sollten daher mit dem Gebrauch des Solariums besonders vorsichtig sein. In einer ersten Sitzung kann die Hälfte der empfohlenen Normalzeit in Anspruch genommen werden, um die Verträglichkeit der Haut zu testen. Manche Medikamente reagieren mit UV-Strahlung photoaktiv und verursachen unter Lichteinwirkung gewisse Schäden. Im Zweifelsfall klären Beipackzettel oder Arzt über mögliche Gefahren auf.
Vor dem Solarienbesuch sollten keine Kosmetika wie Körperlotionen, Cremes, Parfums oder Eau de Toilette verwendet werden, da diese mit den UV-Strahlen reagieren und Pigmentstörungen auf der Haut verursachen können. Deshalb ist es auch unumgänglich, vor dem Solarienbesuch die Gesichtshaut sorgfältig zu reinigen und gegebenenfalls Make-up, Lippenstift und Puder gründlich zu entfernen. Das Auftragen von Sonnenschutzmitteln ist kontraproduktiv, da es den Bräunungseffekt hinauszögert und mehrere Sitzungen notwendig macht. Nach dem Solarienbesuch sollte die Haut mit hochwertiger Pflege verwöhnt werden, um nicht auszutrocknen.

Für besonders empfindliche Haut existieren inzwischen schonendere Sonnenbänke – die sogenannten „Beautyangel“. Sie arbeiten durch eine Hybrid-Technologie mit weniger UV-Strahlung als andere Sonnenbänke. Hier sollen auch die Austrocknung der Haut sowie der typische Solariengeruch nicht mehr vorhanden sein.

Nur ins professionelle Sonnenstudio

Ein seriöses Sonnenstudio beschäftigt fachkundiges Personal und achtet auf einen verantwortungsvollen Umgang der Kunden mit der Sonnenbank. Dies beinhaltet eine individuelle Beratung, was den Hauttyp und die jeweilige Dauer der Bestrahlung betrifft. Die Solarien in professionellen Studios sind mit Bestrahlungsplänen und ausführlichen Gebrauchsanweisungen ausgestattet. Zusätzlich erhält jeder neue Kunde ein Infoblatt, das über gesundheitliche Risiken und die richtige Anwendung von Solarien aufklärt. Dieses Infoblatt sollte vor der ersten Sitzung aufmerksam gelesen werden. Zusätzlich verleihen oder verkaufen solche Studios UV-undurchlässige Spezialbrillen, die die Augen und die empfindliche, dünne Haut um die Augenpartie effektiv vor Verbrennungen und Lichtschäden schützen. Von Selbstbedienungsstudios, die mit Münzautomaten versehen sind, ist in jedem Fall Abstand zu nehmen, da weder ein fachkundiges Personal zur Verfügung steht noch garantiert ist, dass die Geräte die Sicherheitsstandards erfüllen.

Autor:

John Paulek aus Erfurt

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