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Ansichtssache: Man(n) bin ich wichtig!

(Foto: Robert Müller / pixelio.de)
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Ich liebe zugfahrende Businessreisende. Sie beziehen mit ihrer Geschäftigkeit am Laptop und iPhone das gesamte Abteil, ja den ganzen Zug und oft auch den gesamten Bahnhof mit ein. Alle sollen sehen und hören: „Ich habe was zu sagen. Ich bin so wichtig!“

Das Telefonat: "Ich grüße Sie, gnädigste Frau ­Schlapper-Rammelmann. Wie geht es Ihnen? Ich habe gerade mit Hamburg telefoniert." Der redet zwar viel, hat aber nischt zu sagen, außer Blech. Wie macht er das bloß – mit der ganzen Hansestadt zu telefonieren?

Die Verabschiedung: "Danke, alles bestens. Grüßen Sie mir Leipzig." Die arme Frau. Sie muss durch die sächsische Metropole rennen und alle von einem unbekannten, selbstdarstellenden Gernegroß – Dr. Hohl-Kopp – grüßen.

Ich dagegen muss hier raus. Nur weg aus diesem Abteil. Ich brauche frische Luft, mehr Raum. Und ich will einsam telefonbieren. Jetzt habe ich Redebedarf und etwas zu sagen.

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