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Ansichtssache: Verwirrung mit Sternanis-Abgang

Lecker Spekulatius.
Lecker Spekulatius. (Foto: Peter Smola / pixelio.de)
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Okay Handel, du hast gewonnen. Ich, der Konsument, erlag. Und das auch noch mit Genuss.

Dein Konzept ging auf - Glückwunsch. Mein Heißhunger auf Spekulatius wurde bereits Mitte Oktober - auch ohne Kerzenschein, Geschenke und Lametta gestillt. Ich komme mir vor wie ein Verräter an der saisonalen Tradition.

Im Herbst gibt es Weißkraut, das auch manchmal Rot sein kann, aber nicht Weihnachtsgebäck. Die Natur kann man nicht betrügen, menschliche Schwächen schon. Die Tage werden kürzer, obwohl ich nach meiner Fressattacke auf Licht eingestellt bin. Ich bin verwirrt. Die Seele springt - Weihnachten ist vorbei, obwohl ich noch T-Shirts trage.

Doch der ­adventliche Geschmack - mit Bäuerchen, inklusive Sternanisabgang - war fulminant befriedigend. Mein persönliches Hoch vor der Apfelernte. Ich bin weihnachtlich gesättigt, währenddessen die ­Geranien noch blühen.

Wehe setzt mir ein konservativ Feiernder im Dezember Pfefferkuchen vor! Dem Gestrigen verlange ich buntgefärbte Eier ab. Und wenn er nicht liefern kann, soll er sich gefälligst an den Handel wenden. Heiligabend werden doch wohl Osterüberraschungen zu haben sein.

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