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Brückenschlag nach Kiew

Liedermacher Gerd Krambehr möchte mit seiner Musik Brücken schlagen - ganz besonders mit seinem aktuellen Song "Kiew", der wunderbar in die Zeit des dort ausgetragenen "Eurovision Song Contests" passt.
Liedermacher Gerd Krambehr möchte mit seiner Musik Brücken schlagen - ganz besonders mit seinem aktuellen Song "Kiew", der wunderbar in die Zeit des dort ausgetragenen "Eurovision Song Contests" passt.
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Dem Liedermacher Gerd Krambehr ist es eine Herzenssache, der Stadt Kiew zum Eurovision Song Contest einen Song zu widmen:

Gerd Krambehr kann nicht anders. Quillt sein Herz wieder einmal über von Gefühlen, von Dingen, die ihn berühren und ihm manchmal den Schlaf rauben, muss er sie zu einem neuen Song verarbeiten. Manchmal gelten seine liedgewordenen Emotionen und Ansichten sogar einer ganzen Stadt. So wie jetzt Kiew. "Die ganze Situation dort beschäftigt mich sehr, das alles geht mir menschlich unglaublich nahe", gesteht der Erfurter Liedermacher, dem viele eine russische Seele bescheinigen. Nun auch eine ukrainische.

Klitschko kennt den Song jetzt auch

Mit seiner sehr melodischen Hommage an die Stadt, ihre Geschichte und ihre Bewohner trifft er den Kiewern direkt ins Herz. "Ich möchte Brücken schlagen zwischen den Menschen dort und in Russland, außerdem eine Brücke nach Deutschland und Europa bauen", hat Krambehrs Song eine tiefe Bedeutung. Ganz bewusst hatte er sich genau diese Woche vor dem heutigen Finale des Eurovision Song Contests ausgesucht, um ein paar Tage in Kiew zu sein und auf das Lied aufmerksam zu machen. Sogar für Vitali Klitschko, Kiews Bürgermeister, hatte er extra eine Videoaufnahme dabei, die er ihm sogar persönlich übergeben durfte.

In diesen Tagen, wenn ganz Europa nach Kiew blickt, finden bestimmt auch Krambehrs Text und Musik besonders aufmerksame Zuhörer. Ganz bewusst, sagt er, halte er sich aus dem Konflikt selbst heraus. Es geht in seinem Song nicht darum, wer Schuld trägt, wer Unfrieden stiftet, wer von der Krise profitiert. Lieber lässt er mit seinen Zeilen Menschen einander näher rücken, verleiht dem Song-Contest-Motto "Weltoffenheit" einen zusätzlichen Inhalt, ganz am Rand und entfernt von all dem Trubel.

Als Gerd Krambehr sein "Kiew" schon mal dort vor ein paar Zuhörern testete, waren die begeistert. Auch, wenn sie den deutschen Text nicht wortwörtlich verstehen. "Wir haben dein Herz, deine Seele verstanden", sagten sie ihm immer wieder. Der Liedermacher hatte ja beides reichlich hineingepackt. "Ich habe die Hoffnung, dass sich mein Lied als Ausdruck der Freundschaft verbreitet, dass es wirklich Brücken schlägt und zur Verständigung beiträgt", ist Krambehrs großer Wunsch.

Und hier ist der Song:

Das Video von Krambehrs "Kiew" - das mit Unterstützung von Freunden in Kiew gedreht wurde

Zur Person:

Gerd Krambehr, geb. 1958 in Rudolstadt, besuchte als Kind drei Jahre eine russische Schule in Budapest. Erste Lieder verfasste er bereits im Jahre 1977/78. Im Laufe seiner über 35-jährigen Künstlerkarriere entstanden dabei ca. 800 Lieder, Gedichte und Nachdichtungen russischer Autoren.

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