Domstufen-Festspiele 2019
Der Name der Rose als Musical

Das norwegische Autorenduo Øystein Wiik (links) und Gisle Kverndokk mit dem Bühnenbildmodell für ihr Musical „Der Name der Rose“ bei den Domstufen-Festspielen.
  • Das norwegische Autorenduo Øystein Wiik (links) und Gisle Kverndokk mit dem Bühnenbildmodell für ihr Musical „Der Name der Rose“ bei den Domstufen-Festspielen.
  • Foto: Helke Floeckner
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Es wird opulent, das steht schon mal fest! Die diesjährigen Domstufen-Festspiele zeigen „Der Name der Rose“ als Musical in einer Uraufführung. 

Große Themen und die alljährlichen Domstufen-Festspiele sind immer schon eins. Das Privileg, sich mit dem Wort „groß“ schmücken zu dürfen, ist dabei allerdings nicht nur Opern vorbehalten.

In diesem Jahr gilt es einem Musical, das Umberto Ecos 1980 erschienenen, weltweit erfolgreichen Roman „Der Name der Rose“ zur Vorlage hat. Ein mehrschichtiges Werk und Epochenporträt, voller Spannung und politischer, religiöser und sozialer Konflikte. Die spätere Ver­filmung mit Sean Connery in der Hauptrolle machte den Mittelalter-Krimi um den Mönch Adso von Melk und den Franziskanermönch William von Baskerville und die Geschehnisse in dem einsam in den Bergen Italiens gelegenen Klosters ­international noch bekannter.

Dem norwegischen Autoren­duo Øystein Wiik und Gisle Kverndokk ist es gelungen, die Vertonungsrechte dafür zu bekommen. „Es ist ein besonderes Privileg für uns, diese Uraufführung machen zu dürfen“, ist Guy Montavon, der Generalintendant des Erfurter Theaters, stolz und voller Vorfreude.

„Das Buch hat alles, was ein Roman braucht“, erinnert sich Texter Øystein Wiik an unzählige Eco-Lesestunden. „Religiosität, Philosophie, Humor, Machtspiele und nicht zu vergessen die Kriminal­geschichte“, fügt er hinzu. Und die Erfurter Domstufen hätten alles, was ein Musical an sich an Voraussetzungen brauche. In diesem Fall mit seiner Spielfläche, der mittelalterlichen ­Kulisse und dem Himmel auch alle Voraussetzungen, die ­Grandiosität dieses Werkes auf die Bühne zu bringen, ist Wiik überzeugt.

Obwohl es eine Herausforderung sei, der Handlung des umfangreichen Romans und den ständig wechselnden Schauplätzen der Vorlage gerecht zu werden, weiß Axel Köhler, der das Stück inszeniert. Das Bühnenbild aus überdimensional großen Büchern ist dafür die Lösung. Es gibt den einzelnen Szenen nicht nur Raum, sondern beflügelt zugleich die Fantasie der Zusehenden. Genau wie das Spiel mit Farben, Kostümen und vor allem der Musik.

„Die muss man anders gestalten als bei ‚Martin L.‘ “, weiß Komponist Gisle Kverndokk, der bereits 2008 gemeinsam mit Wiik für die Domstufen das Erfurter Luther-Musical schrieb. „Die Musik wird nicht so mittelalterlastig sein“, verrät er. Lieber setzt er diesmal auf melodiöse, eingängige Klänge und opulente Chormusik. Alles zusammen sind beste Voraussetzungen dafür, dass „Der Name der Rose“ auch als Musical ein Erfolg wird.

Termine:

 » Uraufführung am ­9. August um 20 Uhr.

»  Weitere 19 Vor­stellungen vom 10. August bis 1. September

»  Domino – die Domstufen-­Festspiele für Kinder zeigen vom 17. bis 31. August das Stück „Pettersson und Findus und der Hahn im Korb“

» Karten & Infos: www.domstufen-festspiele.de

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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