Ein Geheimtipp

Die weihnachtlich beleuchtete Lange Brücke ist besonders in den Abendstunden ein echter Hingucker. Fotos: Floeckner
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Ein Bummel über die Lange Brücke und die angrenzenden Straßen und Gassen ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Hier findet man alle paar Schritte kleine, exklusive Geschäfte und Boutiquen mit einem Angebot, das es so nirgendwo anders gibt, außerdem die Möglichkeit zu verweilen und zu genießen. Hinzu kommt der liebevolle Charme des Viertels.

In den Wochen vor Weihnachten verspricht ein Spaziergang in den Abendstunden zusätzliches Vergnügen: Die ansässigen Händler und Gewerbetreibenden haben es möglich gemacht, dass ihre Straße auch in diesem Jahr wieder ins rechte Licht gerückt wird. Und so überspannen riesige Lichterketten die Lange Brücke in großen Bögen und sorgen damit für eine festliche, herzerwärmende Atmosphäre. Diese kann man einfach nur genießen oder diesen Spaziergang sogar gleich mit einem Einkaufsbummel verbinden. Das funktioniert auch wunderbar am Wochenende: Bis zum Jahresende haben die Geschäfte hier an jedem Samstag bis 18 Uhr geöffnet. Darauf hat sich die Gemeinschaft der Händler geeignet.

Immer mehr von ihnen engagieren sich voller Elan für ihre Straße, veranstalten auch kleine Veranstaltungen und Events. In den zahlreichen Geschäften entlang der Langen Brücke und in den kleinen Straßen ringsherum findet man nicht nur ein ausgewähltes Angebot, sondern man nimmt sich Zeit für den Kunden. Genau das ist es auch, was dieses kleine Stück Erfurt ausmacht.

Die Lange Brücke ist auch aus historischer Sicht sehr interessant. Erste urkundliche Erwähnungen finden sich im Jahr 1293. Die Straße macht ihrem Namen alle Ehre: Zwei Brückenbauwerke überspannen hier Seitenarme der Gera - den Walkstrom und den Bergstrom. Kaum ein Erfurter weiß, dass die Lange Brücke einst von der elektrischen Straßenbahn befahren wurde. Im Jahr 1899 wurde der Streckenabschnitt eröffnet und vierzig Jahre lang befahren. Doch dieser Versuch sollte sich als keine dauerhafte Lösung erweisen. Die Lange Brücke war zu eng, ein zweigleisiger Ausbau nicht möglich. Die Strecke wurde stillgelegt, später die Schienen entfernt.

Doch schon damals galt das Areal als Geheimtipp. Als Straße mit dem besonderen Flair. Ein kleines, feines Stück Erfurt, das sich vorgenommen hat, Stück für Stück zu einem Vorzeigeviertel zu werden.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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