Worte zum Sonntag
Ein Pfahl im Fleisch

  • Foto: Dieter Schütz / © pixelio.de
  • hochgeladen von Egmond Prill

Die Fragen sind wohl so alt wie die Menschheit. Es sind die Fragen nach dem Sinn von Krisen und Krankheiten: Wozu so viel Elend? Weshalb das Leid? Warum gerade ich? Einfache Antworten gibt es nicht.

 Paulus war ein Reisender für den Glauben. In vielen Städten der antiken Welt gründete er christliche Gemeinden. Er zog durch Kleinasien. Er reiste nach Griechenland und hatte Reisepläne bis Spanien. Er war sehr erfolgreich. Wir lesen das in der Bibel. Und dennoch: Die Leute in Korinth bemängelten seine schwächlichen Auftritte. Vermutlich passte er nicht in das griechische Bild eines schönen Menschen. Vielleicht hatte er rein ­äußerlich nicht viel zu bieten. Er selbst schreibt von einem „Pfahl im Fleisch“.

 Was meint er genau? Eine unheilbare Krankheit, die ihn immer wieder flach legt? Anhaltende Schmerzen, die ihn sichtbar quälen? Er hat gebetet, gehofft und eine Antwort von Gott erhalten: „Er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.“ (2. Korinther 12,9).

 Paulus steht vor uns als schwacher und geplagter Mensch, aber nicht als gebrochener Mann. Gottes Kraft trägt ihn durch und hat ihn zum großartigen Glaubenszeugen und Apostel gemacht. Gott hilft nicht immer am Leid vorbei, aber er hilft hindurch.

Gesegnete Zeit

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen