Störtebeker-Festspiele in Ralswiek
Ein Thüringer ist seit 1993 Intendant des Spektakels

"Schwur der Gerechten"
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Störtebeker-Festspiele

Es ist wie jedes Jahr nur ein Wimpernschlag der Geschichte, der bis zum 7. September insgesamt 67 Mal als Theaterstück auf der Naturbühne Ralswiek auf der Insel Rügen aufgeführt wird. Und wieder Tausende Störtebeker-Fans in seinen Bann zieht.

Von Dirk Hillitzer

Intendant der inzwischen kultigen "Störtebeker-Festspiele" ist seit ihrem Start im Jahr 1993 der in Schwarza bei Rudolstadt aufgewachsene Peter Hick.
Sowohl beim Texten der Lieder (vorgetragen von Wolfgang Lippert) als auch dem Schreiben der Drehbücher hat er über all die Jahre seine Finger im Spiel.
Mal als Darsteller vom Pferd oder Turm zu fallen - darauf hatte der ehemalige DEFA-Kaskadeur und international gefragte Stuntman allerdings keine Lust.
Er agiert lieber hinter den Kulissen. Und worin sieht er das Erfolgsrezept der Festspiele? "Es ist die Mischung. Ob Indianer und Cowboy oder eben Piraten und das Mittelalter. So etwas lieben die Leute. Die Figur Störtebeker mit seinem "den Reichen nehmen und den Armen geben". Der Blick auf die See. Dazu Pferde, Schiffe, Pyrotechnik und große Bühnenbauten."

Als Intendant, mit Frau und Tochter als Geschäftsführerinnen an der Seite, steht er auch allabendlich am Bühnenrand. "Allerdings schaue ich mir nur einzelne Bilder an. Bestimmte Schwachstellen, um zu gucken: Kommt derjenige nun inzwischen gut aufs Pferd? Schlägt dieser bei seinem Schlag immer noch daneben und auf die Hände von seinem Gegenspieler?", so der 73-jährige.

Kulisse und die technischen Spielereien auf der Bühne - wie immer perfekt. Trotzdem schweben dem Intendanten noch Dinge vor: "Es wird ja viel mit Holografie gemacht. Und vielleicht können wir ja auch irgendwo im Bühnenbild etwas bauen, dass wir dort holografisch dreidimensional Dinge einbauen können."

Doch zum Stück "Schwur der Gerechten", so der Titel der diesjährigen Inszenierung. Was dem Stammbesucher ("Wir haben 75 Prozent "Wiederholungstäter"" - so Peter Hick) auffällt, diesmal ist es nicht Klaus Störtebeker, sondern Raubein Goedeke Michels, der von Amors Pfeilen getroffen wird. Leider befördert ein anderer aus der Armbrust eines Bösewichts seine Geliebte dann in den Piratenhimmel. In "Schwur der Gerechten" geht es um die Belagerung der Festung Stockholm durch die Dänen-Königin Margarete. Die versucht für ihre Machenschaften sogar Störtebekers besten Freund Goedeke Michels zu gewinnen. Der wird scheinbar zum Verräter, tappt dann aber selbst in eine Falle der Königin und soll sogar unter dem Fallbeil sterben.

Ob Klaus ihn retten kann? Die Antwort wäre so etwas wie Eulen nach Athen zu tragen...

Auffällig sind auch zwei Lieder von "Lippi". Die vielen bekannt vorkommen sollten. So zelebriert er im lauen Sommerabend mit Gänsehautfeeling "Nie zuvor" von Electra und "Der Himmel schweigt" von Petra Zieger & Band. "Dieses Jahr hat meine Tochter Anna die Lieder raus gesucht, die passen könnten. Und dann haben wir sie für Lippi neu vertont.", so Intendant Hick. Und auf die abschließende Frage, ob ihnen denn für "Störti" nicht irgendwann der Bühnenstoff ausgehen könnte, folgt schmunzelnd diese Antwort: "Die Legende Störtebeker hat 20 Jahre geräubert. Das sind 175 200 Stunden. Davon haben wir gerade einmal 54 auf die Bühne gebracht." Kein Kommentar.

Sichern Sie sich also Ihre Tickets für das Spektakel "Schwur der Gerechten", das bis September montags bis samstags in Ralswiek dargeboten wird. Entweder unter der Ticket-Hotline 03838 - 31100 oder im Internet: www.stoertebeker.de.

Freikartenverlosung: Allgemeiner Anzeiger und meinAnzeiger.de verlosen mit freundlicher Unterstützung des Veranstalters drei mal zwei Freikarten. Die Gewinner erhalten ihre Tickets auf dem Postweg.

Update 11. Juli

An der Verlosungsaktion haben sich 350 Teilnehmer beteiligt! Die Freikartengewinner erhalten ihre Tickets in diesen Tagen auf dem Postweg.

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