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Eine wunderbare Heilige Nacht

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Es stand schon lange fest, am 24.12.12 würde ich allein zu Hause sein. Das Wohnumfeld unserer Tochter ist zur Zeit eine unwegsame Baulandschaft, schwierig für Zweibeiner und unmöglich für Rollstuhlfahrer.
Vom Verstand her war alles klar, aber die Gefühle,, die mich bewegten, waren andere. Ich war gut vorbereitet, erst Fernseh-Gottesdienst, dann Lieder von CDs lauschen. Natürlich ist es viel emotionaler real in einer Kirche zu sein, mitzusingen und die Worte des Lucas-Evangeliums zu hören. Die aktuelle Situation hieß für mich diesmal im Wohnzimmer zu bleiben und klassische Musik in mich aufzunehmen. Ich muss wohl eingeschlafen sein, das Telefon klingelte. Wer ruft denn in dieser Nacht an? Die Internetplattform „You Toube“ meldete sich. Eine professionelle Männerstimme trug eines dieser wunderbaren Weihnachtsgedichte vor. Dann war es wie bei Annett Lusan, drücken sie die „1“, wenn sie den Absender wissen wollen. Das wollte ich. Es meldete sich Schwester Hanni Sievers. Sie war 2009 Stationsschwester auf der Querschnitt-Station in Bad Berka gewesen. Damals hatten wir ein vertrautes Verhältnis zueinander. Aber seit drei Jahren hörten wir nichts mehr voneinander. Nun erfuhr ich von ihrem schweren Unfall mit angebrochenem Genick. So was kann tödlich sein. Sie brauchte eine lange Zeit, um gesund zu werden. Sie arbeitet jetzt im Bereich B2, Schmerzstation.
Heilig Abend war für Hanni frei und da schickte sie mir diesen großartigen Gruß. Ich habe mich nicht nur riesig gefreut, es war für mich ein Dankeschön und Hoffnungszeichen. Nun wusste ich, ich bin nicht allein und ich würde Kraft neu entwickeln können für Kernaufgaben im Jahr 2013.
Wer nicht an Wunder in der Heiligen Nacht glaubt, ist zu bedauern.

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