Ex-Minister in der Unterwelt

Jens Goebel (rechts im Bild) und Regisseur Bernd Mottl
  • Jens Goebel (rechts im Bild) und Regisseur Bernd Mottl
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Seine Studenten atmen auf: drei lange Wochen ohne Mathematikvorlesung. Doch zu früh gefreut: „Das holen wir alles nach“, lächelt Professor Dr. Jens Goebel, der in dieser Zeit andere Dinge zu tun hat. Proben, proben, proben.

Am Samstag gibt er, der 2004 Thüringens Kultusminister wurde und fünf Jahre später der aktiven Politik den Rücken kehrte, sein Debüt auf der Bühne des Erfurter Theaters. In der Inszenierung „Orpheus in der Unterwelt“ spielt Goebel die Rolle der „Öffentlichen Meinung“.

Für den seit seiner Jugend geübten Laiendarsteller, der in kleineren Aufführungen immer wieder einmal auf der Bühne stand und steht, ist diese Herausforderung die bislang größte in seinem Hobby-Schauspielerdasein.„Es ist ganz schön schwierig, vor allem den ganzen Text zu lernen, dafür aber auch sehr spannend“, gibt er kurz vor einer der vielen Proben zu.

Doch er fühlt sich wunderbar aufgehoben. Er hat viel Spaß, dazu natürlich eine Menge Neues gelernt und ein wunderbar harmonisches Team kennenlernen dürfen, schwärmt er. Regisseur Bernd Mottl nickt und ist genauso begeistert von seiner hochmotivierten Orpheus-Crew. Den Ex-Minister in Schauspiel-Aktion beschreibt er als sehr neugierig, vor allem aber äußerst pflegeleicht.
Nun sind sie beide gespannt, wie das Stück ankommen wird.

Offenbachs Parodie des antiken Orpheus-Mythos‘ zählt zu den beliebtesten Bühnenwerken. Mit ihren launigen Dialogen, zündenden Musiknummern und einer zeitgemäßen Umsetzung ohne erhobenen Zeigefinger möchte diese Inszenierung das Erfurter Publikum von sich begeistern.

Terminhinweis
„Orpheus in der Unterwelt“:
Premiere im Theater Erfurt: Samstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr. Karten für die Aufführungen: ( 22 33 155.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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