Olympische Tage am See
FKK-Shooting bei Stotternheim vermittelt bleibende Eindrücke

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Olympische Tage am See

FKK-Shooting bei Stotternheim vermittelt bleibende Eindrücke

Als eingeborenen Hohenstein-Ernstthaler zog es mich zum Griechen-FKK-Shooting des Thüringer Fotografen Norbert Sander, der die Nackedei-Buchreihe herausgibt. Schon die Fahrt fand im schönsten Sonnenschein statt und ich und mein Begleiter kamen nach zwei Stunden in Stotternheim an.

Wendepunkt der Reformation

Erster Haltepunkt war der Lutherstein, hier soll Martin Luther am 02.07.1505 nachdem er knapp vom Blitz verfehlt wurde die Entscheidung getroffen haben, Mönch zu werden. „Geweihte Erde-Wendepunkt der Reformation“, so lautet die Inschrift. Nur wenige hundert Meter weiter dann der See. Eine der Kiesgruben, die heute ein beliebter Treffpunkt sind. Empfangen wurden wir von einem lauten Froschkonzert. Da wir bereits zwei Stunden vor Beginn da waren, konnten wir einfach noch ein bisschen ausspannen. Leider konnte ich die Kamera nicht rechtzeitig greifen, als der Bussard ganz tief über mich flog.

Brennendes Fleisch und gelungene Schulterwürfe

Dann ging es ganz schnell los. Wir waren 15 Frauen und Männer, einige kannten sich schon vom letzten Jahr, als es um das Thema „FKK wie zu DDR-
Zeiten“ ging. Einige nutzten erst einmal den herrlichen See um ein paar Runden zu schwimmen. Doch jetzt ging auch schon das Programm los. Als erstes opferten wir Zeus einen kleinen Haufen Schlachtabfälle. Diese wurden in der gleißenden Sonne verbrannt. Warum und wieso, dazu gibt es dann mehr im geplanten Buch „Nackedei 4“ zu lesen. Dann ein kleiner Vortrag, warum die Athleten bei den Spielen keine Kleidung tragen durften, bald darauf die ersten Disziplinen. Da es ja um die Fotoserie ging, wurde die sportliche Herausforderung nicht ganz so ernst genommen. Trotzdem gaben wir unser Bestes und der Sprint war echt heftig. Es gab ein Unentschieden und trotz der kurzen Entfernung war ich danach völlig fertig. Beim Diskuswerfen stellte ich mich wohl ziemlich peinlich an. Der Waffenlauf wurde wirklich nur für die Fotos simuliert, dafür bekam ich noch eine Chance beim
Ringkampf. Dieser endete mit 3:0 Schulterwürfen für mich!

Mit griechischem Helm

Fast jeder wollte ich mit dem Helm und den Waffen fotografieren lassen. Die Marlen wurde mit Pfeil und Bogen als Artemis (röm. Diana) fotografiert und ich wollte unbedingt Bilder von mir als Hector. Das Schwert, eine Nachbildung eines spanischen mittelalterlichen Schwerts, passte nicht ganz in die Zeit, doch das nahm niemand so ernst. Wichtiger war die Stimmung, die wir damit erzeugen und wiedergeben konnten.

Leider mussten die ersten schon am Abend wieder los, was ich sehr schade fand. Gerade das Zusammensitzen genoss ich sehr. Ich entschied mich dann auch, im Freien statt im Auto zu übernachten. Die Nachtvögel, das Froschquaken und der Sternenhimmel machten selbst das zu einem Erlebnis. Am nächsten Morgen gab es noch ein gemeinsames Frühstück, ein paar Runden schwimmen und wir machten ganz locker noch ein paar Bilder.

Im Gegensatz zum Olympischen Gedanken, der einst lautete „Siegen um jeden Preis“ ging es einfach um das Miteinander und den Spaß und natürlich auch um den Naturgenuss, die Kunst und Bildung ohne lehrerhafte Langeweile, und davon hatten wir jede Menge. Ich kam mit einem üblen Muskelkater und Sonnenbrand nach Hause zurück, aber es hat sich gelohnt.

Michael Sonntag

Autor:

Michael Sonntag aus Erfurt

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