Geliebtes Brno (Teil 1)

Im Vordergrund Kohlmarkt, im Hintergrund St. Peter und Paul Kathedrale.
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  • Im Vordergrund Kohlmarkt, im Hintergrund St. Peter und Paul Kathedrale.
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Seit 1980 reise ich regelmäßig nach Brno – in die zweitgrößte Stadt der Tschechischen Republik. Mittlerweile kamen so 15 Besuche im Mährischen zusammen. Und es war stets ein Erlebnis.

Begonnen hat alles mit einem 14-tägigen Arbeitsbesuch (IAEA - Internationaler Arbeits- und Erfahrungsaustausch) in der Elektronikfabrik Tesla Brno. Entsandt vom Funkwerk Erfurt (VEB Mikroelektronik „Karl-Marx“ Erfurt), „arbeitete“ ich dort im Prüffeld für Elektronenstrahlmikroskope. Dort lernte ich auch Vitá kennen. Zu ihm und seiner Familie habe ich seitdem engen Kontakt. In den 30 Jahren haben wir viel unternommen. Er zeigte mir seine Heimatstadt bis in den letzten Winkel. Doch bei jedem Besuch entdecke ich etwas Neues.

Brno ist eine alte, schmucke Stadt mit vielen deutschen Wurzeln und ist geprägt von historischer Bausubstanz. Die Stadt liegt am Übergang vom südmährischen Flachland zum mittelmährischen Bergland, am Fuße des Spilberks und des Petersbergs. Hier fließen Flüsse Schwarza und Zwitta zusammen. Die Stadt ist eingebettet in eine liebliche, fruchtbare Landschaft mit Gärten, Weinbergen und Feldern im Süden und bewaldeten Höhen im Norden und weist bei etwa 230 Meter über N.N. ein angenehmes Klima auf.

Das Besondere sind aber die Menschen: freundlich, gelassen, hilfsbereit, weltoffen. Hier spürt man nicht viel von Großstadthektik wie sie in Prag vorherrscht. Und auch in der Gastronomie bekommt man nicht wie in der Hauptstadt das Datum mit dazu addiert.

Sehenswert sind: Kapuziner-Kirche und die Gruft, Burg Spilberk, St. Peter und Paul Kathedrale, Altes Rathaus, Kohlmarkt und Mahen-Theater. Den Turm des historischen Rathauses sollte der Besucher unbedingt erklimmen – der Blick ist sensationell. Zu empfehlen ist auch eine Dampferfahrt auf dem Stausee.

Einen Ausflug ist auch das Mahnmal für die Gefallenen der Schlacht bei Austerlitz wert. In der Dreikaiserschlacht besiegte Napoleon I. am 2. Dezember 1805 am Pratzeberg die österreichischen und russischen Truppen unter Kaiser Franz II.

Brno ist nicht nur wegen seiner Rennstrecke – ein wahres Ausflugs-Eldorado für gelernte DDR-Bürger – bekannt, sondern auch wegen der zentralen Lage in Europa. Im Umkreis von 120 bis 200 km befinden sich weitere bedeutende europäische Hauptstädte: Prag, Wien und Bratislava.

Brno hat fast 370 000 Einwohnern und ist keinesfalls mit dem pulsierenden Prag vergleichbar. Hat man erst einmal die Hauptstadt passiert, macht man nach stundenlangem „stop and go“ auf der Stadtautobahn, drei Kreuze.

Nichts desto trotz: Die Tschechische Republik ist immer eine Reise wert. Zumal man am Morgen Prag besichtigen kann und zwei Stunden später ist man in Brno (Brünn).

Teil 2
Teil 3
Teil 4

Autor:

Thomas Gräser aus Erfurt

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