Alles Sternschnuppe?
Jana Rabischs zauberhafte Bilder erzählen ein ganzes Jahr

Die Erfurter Künstlerin Jana Rabisch mit einem ihrer großformatigen Bilder, von ­denen jedes einem Monat gewidmet ist.
  • Die Erfurter Künstlerin Jana Rabisch mit einem ihrer großformatigen Bilder, von ­denen jedes einem Monat gewidmet ist.
  • Foto: Helke Floeckner
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Die neue Ausstellung der Erfurter Künstlerin Jana Rabisch heißt "Alles Sternschnuppe?" und stellt ein Jahr im Zeichen der Poesie:

"In mir ist ganz viel Fantasie“, gesteht Jana ­Rabisch. Meist verwandelt die Erfurter Künstlerin ihr überbordendes Inneres in gemalte Bilder voller Fabelwesen in traumwandlerischen, durchaus symbolhaften Welten. Ihr ­aktuelles Werk reicht sogar für ein ganzes Jahr. „Alles Sternschnuppe? – Ein Jahr im Zeichen der Poesie“ sind die zwölf großformatigen Bilder überschrieben, die mit ihren figürlich-abstrakten Inhalten und allerlei kosmischen Zauberwesen wie Sterntalerengeln oder Himmels­elefanten Geschichten erzählen. Sie tut das in einer Mixtur aus verschiedenen Techniken, hat mit Tusche und Kreide, mit Acrylfarbe und Ölfarben und ihren geliebten grafischen Formen experimentiert.

Jedes Bild widmet Rabisch einem Monat. Und immer genau diesen einen Monat lang im Vorjahr hat sie sich die Zeit genommen, um das jeweilige Bild zu malen, zu gestalten. „Darin bin ich richtig aufgegangen“, erinnert sie sich an eine sehr kreative Zeit. Waren die ersten Striche für jedes Motiv eher zaghaft, wurden sie mit dem ­Monatsverlauf immer intensiver. Zum Ende hin ist alles auf die Leinwand ­geflossen, was der Künstlerin in diesen vier Wochen begegnete – Natur, Stimmungen, Erfahrungen und Empfindungen. „Mit dem, was in mir ist, habe ich gespielt, es herausgelassen“, sagt sie lächelnd und wünscht sich, dass sich ihre offene, alles andere als „verkopfte“ Malweise spielend auf den Betrachter überträgt. „Meine Bilder sollen Lebensfreude wecken, Gedanken freien Lauf lassen, vielleicht sogar dabei helfen, offener zu werden, Mauern und ungute Gefühle zu überwinden“, so Rabisch. Die Inspiration für diese Bildserie, die sie mit einem Postkartenkalender komplettierte, hat sie von ihrem ehemaligen Kunstprofessor Hans-Jörg Kotulla, dem sie für seine Impulse sehr dankbar ist. Einen Monat lang sind die Bilder in einer in der Erfurter Michaeliskirche zu sehen. Außer den Sternschnuppen-Motiven sind auch andere Werke ­Rabischs ausgestellt wie die liebevoll gestalteten Fabelwesen zu Gedichten von Morgenstern.

Termin:

Die Ausstellung ist vom 1. bis zum 28. Februar in der Erfurter Michaeliskirche zu sehen.
» www.jana-verlag.de

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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