Roman der Beinert-Schwestern aus der Sicht von Karl Marx' Dienstmädchens
Lenchens Marx und Marx' Lenchen

Ihre ersten historischen Romane lasen Claudia (l.) und Nadja Beinert im Alter von sechzehn Jahren. Seitdem sind sie dem Genre leidenschaftlich verbunden. Grundsätzlich greifen sie in ihren Romanen historische Fakten, Ereignisse und Persönlichkeiten auf. Vor allem starke Frauenfiguren faszinieren sie.
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  • Ihre ersten historischen Romane lasen Claudia (l.) und Nadja Beinert im Alter von sechzehn Jahren. Seitdem sind sie dem Genre leidenschaftlich verbunden. Grundsätzlich greifen sie in ihren Romanen historische Fakten, Ereignisse und Persönlichkeiten auf. Vor allem starke Frauenfiguren faszinieren sie.
  • Foto: Beinert-Schwestern
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Im Jahr des 200. Geburtstags von Karl Marx: Claudia und Nadja Beinert erzählen mit ihrem Roman aus dem Leben des Philosophen aus der Sicht seines Dienstmädchens. 

Sie mögen die großen Männer. Jene, die Geschichte geschrieben haben und noch immer von sich reden machen. Wenn sich Claudia und Nadja Beinert dafür entschieden haben, sich ihnen zu nähern, tun es die Zwillingsschwestern auf ihre Weise. Unverwechselbar, romanschreibend und dabei bewusst einen faszinierenden Umweg gehend. Nach Luther gilt jetzt ihre ganze Aufmerksamkeit Karl Marx, dessen Geburtstag sich Anfang Mai zum 200. Mal jährt. Sie erzählen in ihrem neuen Roman die Geschichte des Philosophen und Gesellschaftstheoretikers, ohne ihn direkt in den Mittelpunkt zu rücken - aus der Sicht seines langjährigen Dienstmädchens Helena „Lenchen“ Demuth.

Dabei ist Lenchen so sehr viel mehr als nur ein dienstbarer Geist. „Sie wurde bald schon zu einer unverzichtbaren Gefährtin“, weiß Dr. Claudia Beinert: Familie Marx hat ein dichtes, intensives Leben gelebt, voller Höhen und Tiefen, voller Extreme und an so vielen Orten, haben die Beinert-Schwestern erfahren. Das Lenchen wird der jungen Ehefrau Jenny Marx eine enge Freundin. Und sie giert nach Bildung, hat teil an den Erkenntnissen von Karl, wird zu seiner engen Vertrauten, zur Ratgeberin. Außerdem verliebt sie sich in den Mann mit der umwerfenden Ausstrahlung, erwartet bald schon ein Kind von ihm...

Gründliche Recherche muss sein

Von Lenchen selbst gibt es wenige Aufzeichnungen, wissen die schreibenden Schwestern, denen eine gründliche Recherche zu jedem ihrer Bücher eine Herzensangelegenheit ist. Dafür aber haben sie wunderbare Zitate über sie gefunden. „Sehr schöne, private Zitate von Zeitzeugen wie zum Beispiel Wilhelm Liebknecht. oder die Grabrede von Friedrich Engels für Lenchen“, sagt Nadja Beinert. „Auch in vielen Briefen zwischen Karl und seiner Frau Jenny geht es immer wieder einmal um Lenchen“, ergänzt ihre Schwester Claudia. Genau durch jene Briefe haben sie außerdem eine Menge über die Familie Marx erfahren. „Jenny war eine sehr emotionale Frau, die wunderbar schreiben konnte und uns so noch heute an ihrem Leben teilhaben lässt.“ Überraschend ist auch Karl Marx selbst. Hatten sie anfangs noch das Rauschebart-Bild und den scheinbar wenig interessanten, weil auch allzeit präsenten, verordneten Marx von früher in blasser Erinnerung, ist der große Philosoph heute für die Beinert-Schwestern eine faszinierende Persönlichkeit. „Wir zeigen in unserem Roman vor allem den privaten Menschen, der sehnsuchtsvoll, romantisch, eifersüchtig, zu seiner Frau und den Kindern voller Liebe und auch mal verzweifelt ist“, erklärt Nadja das Ansinnen ihres Romans.

Er ist der bisher aufwendigste für die beiden Schwestern, die es für ihre Recherche nach Sankt Wendel, Trier, Brüssel und London zog - dahin, wo Lenchen und die Familie Marx gelebt haben. Die Arbeit an ihrem Buch wirke bis heute in ihnen nach, bestätigen Nadja und Claudia. Sie haben sich ein Thema ausgesucht, das sie lange noch nachdenken lässt. Über den privaten Karl Marx, seine Frau, das Dienstmädchen Lenchen, das an ihren Aufgaben wächst, der Familie so sehr nah ist und eine unglaubliche Entwicklung nimmt und auch über große Dinge, die zu dieser Zeit niedergeschrieben wurden. Außerdem über eine Zeit, die sich durch die industrielle Revolution, Erfindungen und technische Entwicklungen rasant ändert. „Es ist das unserer Bücher, das die meisten belegten Fakten enthält“, resümiert Nadja Beinert. Hinzugefügt haben sie und ihre Schwester ihre Phantasie im historischen Korsett, wie sie sagen. Alles zusammen ergibt ihren neuen Roman.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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