Eine Vision wird wahr
Schauspielhaus wird Stück für Stück zum KulturQuartier

Tely Büchner (r.) und Christine Liedtke gehören zu den Engagierten in Verein und Genossenschaft, die aus dem ehemaligen Schauspielhaus mit dem KulturQuartier einen lokal wie überregional wirkenden Ort für Kunst, Kultur-
und Kreativwirtschaft entwickeln möchten.
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  • Tely Büchner (r.) und Christine Liedtke gehören zu den Engagierten in Verein und Genossenschaft, die aus dem ehemaligen Schauspielhaus mit dem KulturQuartier einen lokal wie überregional wirkenden Ort für Kunst, Kultur-
    und Kreativwirtschaft entwickeln möchten.
  • Foto: Helke Floeckner
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Das ehemalige Erfurter Schauspielhaus wird zum KulturQuartier. Dafür werden noch mehr Engagierte gesucht, die sich an Thüringens erster Kulturgenossenschaft beteiligen.

Als im Jahr 2003 das Schauspielhaus seine Türen schloss, war es ein wenig so, als sei das Erfurter Theaterherz stehengeblieben. Doch nun wird das Herz wiederbelebt. "Wir möchten, dass das Haus dauerhaft bespielt werden kann", sagt Tely Büchner. Es soll ein Ort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft werden - inspirierend, großzügig, vielfältig und mit Strahlkraft über Thüringen hinaus. Das "KulturQuartier" - wie es dann heißt - wird Raum bieten für Theater, Konzerte, Kino, Tanz, Lesungen, Ausstellungen, für Gespräche und Visionen. Auch für kreative Studios, Ateliers und ein Restaurant ist Platz. Dazu ist eine Öffnung zur Lilienstraße geplant.

Drei starke Mieter stehen bereit

Schon jetzt stehen mit dem Tanztheater Erfurt, Radio F.R.E.I. und dem Kinoklub drei starke Mieter in den Startlöchern. "Hier entsteht eine tolle Schnittstelle für Kultur mit enormem Potential", wagt Tely Büchner vom Vorstand des Vereins KulturQuartier Erfurt e. V., der das Konzept erarbeitet hat, einen Blick voraus. Schon jetzt zieht mit regelmäßigen Veranstaltungen Leben ins einstige Schauspielhaus. Auch die anderen Wege sind geebnet: Dank dem Stadtratsbeschluss, das Haus kaufen zu können und es als Genossenschaft zum KulturQuartier zu entwickeln. Die Pläne für den Umbau sind geprüft und genehmigt. "Wir haben keine Nobelsanierung vor", weiß Tely Büchner. Und doch sind 5,5 Millionen Euro für Kauf und Sanierung nötig. Um den Eigenanteil in Höhe von einer Million Euro aufzubringen, wurde die Genossenschaft KulturQuartier Schauspielhaus gegründet. Unter dem Motto 1000 x 1000 sucht sie nun KulturQuartierPioniere, die sich jeweils mit einem Anteil von 1000 Euro einbringen. So werden sie Teil der Gemeinschaft und auch Miteigentümer. Bislang sind 490.000 Euro erbracht. "Der Zuspruch ist umwerfend", freut sich Tely Büchner, die auch zum Vorstand dieser ersten Thüringer Kultur-Genossenschaft gehört. Wenn alles so weitergeht, wird 2020 das KulturQuartier eröffnet. "Wir werden während der Bauarbeiten das Haus nie ganz schließen", so Büchner. So kann man schon jetzt erleben, wie die Vision Stück für Stück wahr wird.

www.kulturquartier-erfurt.de

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