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„Stadtmaler“ erobern Erfurts Fußgängerzonen

Wo: CJD Erfurt, Donaustraße 2A, 99089 Erfurt auf Karte anzeigen
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Malschule „Lebensfarben“ des CJD malt an öffentlichen Plätzen mitten in Erfurt

Passanten, die an den kommenden Tagen über Anger der Domplatz schlendern, wird sich ein unerwartetes Bild präsentieren. An diesen Plätzen malen behinderte Künstler des CJD Erfurt und laden zum Mitmachen ein.
Das „Stadtmaler-Projekt“ des CJD begleitet die Ausstellung „Meine Stadt. Mein Bild.“, die zurzeit im Haus der sozialen Dienste in Erfurt zu sehen ist. Veranstalter von beidem ist die Malschule des CJD Erfurt.

Die behinderten Künstler wollen neben ihren Arbeiten auch zeigen, dass Integration und soziale Teilhabe nicht nur in eine Richtung wirken können. Sie drehen den Spieß um und geben Passanten Raum, sich zu integrieren: Gespräche werden geführt, Bilder bestaunt und erste eigene künstlerische Versuche gestartet. Dabei können die erfahrenen Künstler den Neulingen einige Tipps geben.
Günther Steffenhagen, Leiter der Malschule, beschreibt die Aktion so: „Unsere Künstler sind mit Leinwand, Staffelei und Pinsel unterwegs und malen ihre Bilder von Erfurt. Dabei treffen sie Bürger und Gäste der Stadt. Es kommt zum persönlichen Kontakt. Augen, Ohren, Sprache ¬– eine beispielhafte Interaktion wird in Gang gesetzt, die das Bewusstsein der Akteure und der Zuschauer nachhaltig prägt.“
Das ist Integration im Sinne des CJD: Nicht im offiziellen Rahmen, nicht durch politische Reden oder per Gesetzestext, sondern direkt im Alltag – spontan, ungekünstelt, ohne viel Aufhebens.

Das Wort Malschule ist an dieser Stelle übrigens nicht misszuverstehen. Gemeint ist keine Zeichenausbildung. Vielmehr orientieren sich die Künstler des CJD selbstbewusst an Künstlerzirkeln, wie sie große Meister wie Rembrandt oder Rubens einst gegründet haben.

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