Theater Die Schotte in Erfurt
Stück über eine Feuerseele

7Bilder

Georg! Büchner! Feuerseele! – ein Titel, der den jung verstorbenen
deutschen Autor und Revolutionär Georg Büchner nicht besser hätte treffen
können. In nur drei Monaten Probearbeit haben vier junge Schauspieler des Erfurter Jugendtheaters „Die Schotte“ unter Leitung von Autor 
und Regisseur Martin Schink einen Stoff auf die Bühne gebracht, den es nur selten zu sehen gibt. Selbst wenn Büchner-Stücke wie „Dantons 
Tod“ oder „Woyzeck“ nicht eben selten im Theater zu sehen sind, so sind es die
Stücke über den Autor selbst sehr wohl. „Ich fand es schade“, sagt die erst 16-jährige Schauspielerin Maria Schönherr, „dass ich vorher über Büchner noch
nicht viel wusste.“ Mit viel Enthusiasmus will sie nun den Zuschauern den Menschen Büchner näher bringen. 

Mit Julian Mosbach (21) hat Autor Schink die perfekte Besetzung der Rolle Georg Büchners gefunden. Der wuschelige dunkle Lockenkopf sieht nicht nur aus wie Büchner auf der Bleistiftzeichnung von August Hoffmann von 1835, sondern studiert zudem wie Büchner seinerzeit auch Medizin. „Ich finde, er ist jemand, der einen unglaublichen Willen besessen hat, etwas durchzusetzen. Diesen Willen hat er, trotz vieler Rückschläge, bis zum Ende behalten“, sagt der Student. Er habe ein Buch gelesen,war zudem vom „Fatalismus Brief“ beeindruckt. 

Büchner war ein Revolutionär der „unruhig, getrieben, gehetzt und steckbrieflich gesucht war“, so der Regisseur über seinen Stoff. Er sei
hochtalentiert und ein (vor-) witziger Schüler gewesen, ein glänzender Redner und als Student voller Feuer. Mit großer Hingabe bringen die vier jungen Schauspieler den historischen Stoff durchaus unterhaltsam auf
die Bühne. Dabei müssen Josefine, Julius und Maria in gleich mehrere Rollen
schlüpfen. Das sei aber kein Problem, sagt die 21-jährige Josefine Nitzsche, die seit neun Jahren in der „Schotte“ spielt und schon fast zum Inventar des Jugendtheaters gehört. Viel Selbstvertrauen für alle Lebenslagen habe ihr das Schauspiel gebracht.„Für das Stück wollte ich eine intime Studioatmosphäre“ erklärt der Autor, warum drei seiner Akteure so viele andere Rollen übernehmen müssen. Das Bühnenbild bleibt schlicht. Mehr bedarf es allerdings auch nicht, denn die vier Talente erfüllen das Stück mit Energie. „Mit jeder neuen Rolle lerne ich auch immer wieder etwas über mich selbst“, erklärt der 18-jährige Julius Reich, warum er so viel Zeit mit dem Lernen von Texten verbringt. Und Maria ergänzt: „In der ‚Schotte‘werden wir mit Erfahrungen
bezahlt, nicht mit Geld.“ 

Weitere Termine:
Heute, 26. März
3. April, 19 Uhr / 6. April
20 Uhr.
Jugendtheater Die Schotte

Die Schotte

Autor:

Axel Heyder aus Erfurt

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.