Volksverräter

Da haben wir es also: das Unwort des Jahres 2016.
Nach "Lügenpresse" 2014 und "Gutmensch" 2015 wurde für das jüngst vergangene Jahr nun "Volksverräter" zum Sieger gekürt.
Es reiht sich somit ein in die Riege derjenigen Wörter, die von einem Gremium für gesellschaftspolitisch unmöglich erachtet wurden. Genauso gut könnte der Wettbewerb titulieren: "Politisch unkorrektestes Wort des Jahres"

Ein kluger Schachzug des staatstreuen Medienapparates. Ein unbequemer, gar gefährlicher Begriff wird damit gesellschaftlich ad absurdum geführt und in die Trottel-Ecke gestellt. Die Verkünder des Unwortes begründeten es unter anderem mit Parallelen zum Nationalsozialismus. Es sei undifferenziert und diffamiere pauschal Politiker. Zudem stehe Volk im Kontext einer ethnischen Kategorie und sei somit antidemokratisch.

Dass mit den chaotischen Zuständen, die ihren Zenit im Herbst 2015 hatten, in der Tat in gewisser Weise Verrat am Volk begangen wurde, wird gewiss kein Regierungsmitglied eingestehen. Im vergangenen Jahr sind etwa doppelt so viele junge Männer ins Land geströmt wie es bundesweit Polizeibeamte und Bundeswehrsoldaten in der Summe gibt. Das daraus resultierende Aggressionspotential, das per se in der Natur junger Männer, gleich welcher Nationalität, liegt, ist ein brodelnder Kessel.
Die desaströsen Konsequenzen der Masseneinwanderung sind in ihrer Gänze noch nicht abzusehen. Tragödien wie in Köln oder dem Berliner Weihnachtsmarkt werden leider nicht die gravierendsten Folgen sein.

Doch zurück zum Unwort. Es ist bei genauerer Betrachtung ein medienpolitisches Instrument, um für den Bürger einzunorden, was angeblich richtig (links) und falsch (rechts) sein soll. Kein Zufall, dass es gerade das Nomen "postfaktisch" war, welches zum Wort des Jahres gekrönt wurde. Wieder ein Wort von großer politischer Tragweite. So wird es dem designierten US-Präsidenten Trump angeheftet und soll entlarven, wie wenig faktenorientiert sein Wahlkampf war, und wie sehr er sich auf das Schüren von Ängsten und Gerüchten stützte. Beides konnte man natürlich auch gleich der AfD und anderen "Rechtspopulisten" unterjubeln.
Und das alles von denselben deutschen Medien, die fast ein Jahr lang unerbittlich Wahlkampf für Hillary Clinton betrieben haben?

Man sollte Zweifel haben, sollte den Mut zu einer eigenen Meinung entwickeln, sich umfassender zu informieren.
Und nun, für alle, die nicht drauf pfeifen- noch einen schönen "Tag der Blockflöte"!

Autor:

Rainer Javik aus Erfurt

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.