Serie: Mein Museum
Waid, Wein und die lange Else im Heimat- und Waidmuseum Hochstedt

Zu besonderen ­Anlässen wie dem Waidfest jedes Jahr im September zeigt Jens Schüßler, wie man aus Waid Farbe gewinnt und damit Stoffe ­färben kann. ­
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  • Zu besonderen ­Anlässen wie dem Waidfest jedes Jahr im September zeigt Jens Schüßler, wie man aus Waid Farbe gewinnt und damit Stoffe ­färben kann. ­
  • Foto: Helke Floeckner
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Das Heimat- und Waidmuseum Hochstedt erzählt vom Waidanbau und mit seiner Dorfgeschichte auch die Thüringens. Jens Schüßler, Vorsitzender des Heimatvereins Hochstedt e.V., empfiehlt einen Besuch: 

Was gibt‘s Musehenswertes?

Im Jahr 2003 wurde der Umbau des einstigen ­Bürgerhaus-Schuppens zu unserem Museum fertig. In unserem „liebevoll gepflegten Kleinod“, wie mal ein ­Besucher sagte, haben wir viele geschichtsträchtige Exponate, die für den Ort ­einmal relevant waren. So dreht sich hier eine Menge um den Waid, seinen Anbau und die Verarbeitung. Hochstedt zählte zu den Waid­dörfern im Thüringer Becken. Außerdem war eine andere Kulturpflanze wichtig: ­Mönche des Erfurter Petersklosters betrieben im mittelalterlichen Hochstedt ein Gut mit Weinbergen. Außerdem erzählen wir natürlich unsere ­Dorfgeschichte, mit authentischen ­Exponaten, die sind alle aus Hochstedt. Dazu gehören eine alte Feuerspritze, Alltagsgegenstände, Kindergartenmöbel, Fotos, Dokumente, eine alte Fahne mit einer bemerkenswerten Geschichte, die ­nachgebildeten Knochen ­eines vor Hochstedt ­gemachten Fundes – die ­„lange Else“ – und noch ­etliches mehr.

Warum führt hier kein Weg vorbei?

Schon deshalb, weil ­neuerdings ein Radweg vom Güterverkehrszentrum direkt hierher führt. Außerdem ist Hochstedter Geschichte ganz eng mit der Geschichte ­Thüringens verknüpft. Hier fand zum Beispiel einer der ersten Hexenprozesse statt.

Außer der Reihe:

Wir haben einige Museumsnächte mit Sonderaus­stellungen zu Themen wie Bier, Wetter oder Hexenverfolgung veranstaltet. Nun ist der Platz langsam ausgereizt für so etwas, zumal immer auch etwas in die Dauerausstellung übergeht. Aber unser Waidfest veranstalten wir nach wie vor in jedem September.

Museum zum Anfassen:

Wer ein altes Bügeleisen oder etwas anderes berühren möchte, darf das. Nur die ­Gebeine von der „langen Else“ werden nicht angefasst.

Ihr liebstes Stück?

Das Spielzeug-Förderband in der Ecke mit der Original- Einrichtung des ehemaligen Kindergartens des Ortes. Dazu kann ich viel erzählen. Ach, das kann ich zu jedem Stück.

Sind auch Kinder hier ­museumsreif?

Natürlich, hier sind immer jede Menge Kinder zu Besuch.

Museums-Rundgang:

Der kann schon über eine Stunde dauern.

Museum zum Mitnehmen:

Bei uns gibt es Flyer zum Museum und zum Waid­anbau sowie Souvenirs wie Tassen oder Beutel.

Das muss gesagt werden:

Führungen bieten wir auf Nachfrage gern an, man kann aber auch so herkommen und einfach nur gucken.
 

Zur Sache

Heimat- und Waidmuseum Hochstedt
Zum Bürgerhaus 1,
99198 Erfurt-Hochstedt

Öffnungszeiten:

Es gibt keine regelmäßigen ­Öffnungszeiten.
Das Museum kann zu Veranstaltungen des Heimatvereins besichtigt werden, außerdem können per E-Mail Termine und Führungen vereinbart werden.

Kontakt per E-Mail: ­
info@hochstedt.de

Alle Bilder auf:
www.meinAnzeiger.de/MeinMuseum

Buchtipp:

„Mein ­Museum“, 13,95  Euro. ­Online ­kaufen: www.klartext-­verlag.de oder im Buchhandel; per E-Mail: info@­klartext-verlag.de

Alle Museen der Serie finden Sie hier als übersichtliche Karte und hier auf unserer Themenseite.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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