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Wie „tötet“ man eine Liebe?

Zerbrochenes herz.
Zerbrochenes herz. (Foto: Ilse Dunkel (ille) / pixelio.de)
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Wie „tötet“ man (s)eine Liebe?

Ein Traum, ein Leben, eine Liebe!
Verzehrt, verkehrt, verdreht, vertieft.
Ein Mensch, eine Seele im Gefühls-Getriebe,
besiegelt, gelebt, geliebt, verbrieft.

Ein Hadern, ein Nehmen, ein Geben!
Vergällt, verfärbt, vergebens, verloren?
Ein Rad, eine Kurbel, ein Segen,
geblufft, gespielt, gehört und erkoren.

Und wie tötet man eine Liebe?
Durch Vernunft, Einsicht, Spiel,
durch Vergeben, Vergessen, Hiebe,
durch Lüge, Theater und ohne Ziel?

Doch wie tötet man (s)eine Liebe?
Im Scherz, mit Hass und Frust,
in Gram, beim Tanz, mit neuer Liebe,
mit Lachen, Tränen oder Lust?

Ein Ast, die starke Wurzel - ein Baum.
Geritzt, bestaunt, geschlagen, besägt.
Ein Mensch ohne Rast - ein Traum,
geprüft, erblüht, verwelkt, gehegt!

Ein Herz, eine Seele, ein Glück!
Verwirrt, verschlagen, versagt?
Ein Herz, Gedanken und kein Zurück!
Vergeigt, gewollt, getrieben, verjagt?

Ein Kampf, eine Schlacht, ein Sieg?
Verloren, verspielt, vergessen!
Ein Schmerz, eine Wunde - kein Krieg,
verliebt, bezwungen und doch besessen?

Doch wie wird eine Liebe besiegt?
Verwegen, verschuldet, verschnürt,
betroffen, erduldet, erleidet, bekriegt,
verlacht, beleidigt und dennoch gerührt?

Die Seele vernarbt, Gedanken sind leer,
nicht tot und dennoch nicht am Leben,
es gibt kein Zurück, keine Wiederkehr,
es gibt kein Nehmen und kein Geben!

Und wie tötet man (s)eine Liebe?
Vergiftet, befreit, ersehnt, verlogen,
mit Gespiel, Mut, durch schmerzende Hiebe,
geprellt, beleidigt, verbockt, verzogen?

Nein, eine Liebe stranguliert sich selbst!

Genau so „tötet“ man (s)eine Liebe!
Und sie wird nicht einmal dabei sterben!

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