Worte zum Sonntag
Aus karger Zeit wurde zuckersüß

Vor uns liegen vier Wochen im vorweihnachtlichen Glanz, dabei ist noch gar nicht Weihnachten. Mit dem ersten Advent beginnt eine besondere Zeit. Früher war Advent eine Fastenzeit. Wie die Passionszeit vor Ostern, sollte die Fastenzeit vor Weihnachten der Besinnung dienen. Johannes der Täufer predigte als Vorbereiter auf Jesus: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Matthäus 3,2).

Das Kind in der Krippe ist unser Retter und am Ende der Zeit Richter über Lebende und Tote. Jesus kommt wieder. So waren die Adventswochen eine ernste Zeit. Angesichts unserer mit weihnachtlichem Zuckerzeug gefüllten Auslagen können wir uns kaum vorstellen, dass es damals karge Fastenwochen waren.

Der weltbekannte „Dresdner Christstollen“ war ursprünglich eine Fastenspeise aus Mehl, Wasser und Hefe. Später wurde aus dem einfachen Stollen ein Festtagsgebäck für Weihnachten. Gebacken wurde im Advent, gegessen wurde zum Christfest. Bis 1647 war es nicht erlaubt, gute Butter zum Backen der Stollen zu verwenden. Der sächsische Kurfürst Ernst ließ sich eine Regelung vom Papst genehmigen. Ein Adventslied aus dieser Zeit stimmt uns ein:

„Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt, bald wird das Heil der Sünder, der wunder­starke Held, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben versprochen hat zu geben, bei allen kehren ein.“

Gesegnete Zeit.

Autor:

Egmond Prill aus Erfurt

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