Worte zum Sonntag
Danach ist er gesehen worden

„Jesus ist auferstanden.“ Das ist die Botschaft vom Ostermorgen. Bald wurde es vielen in Jerusalem zur Gewissheit: Er ist wahrhaftig auferstanden!

Zuerst waren es Frauen, die vor dem leeren Grab standen. Sie hatten die erste Begegnung mit dem Auferstandenen. Hätte jemand diese Geschichte erfunden, dann wären niemals Frauen als erste Zeugen genannt worden. Danach trat Jesus in den Kreis seiner Jünger. Jahre später bezeugt der Apostel Paulus: „Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.

Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln.“ (1. Korinther 15,3-7).

Vierzig Tage nach Ostern waren diese direkten Begegnungen zu Ende. Mit der sogenannten „Himmelfahrt“ verschwand der Auferstandene in die Unsichtbarkeit. Jesus ­Christus ist für unsere ­Augen nicht sichtbar, die uns umgebende Luft sehen wir auch nicht. Sie ist einfach da, Christus auch. Die Luft ist uns näher als Jacke, Hose und Rock. Und weit mehr als jene fünfhundert Männer bekennen bis zur Stunde Menschen, dass Jesus lebendig und gegenwärtig ist.

Gesegnete Zeit

Autor:

Egmond Prill aus Erfurt

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