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Denn sie wissen (nicht), was sie tun.

Erforderlicher Abstand,europaweit!
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Sicherheitsabstand beim Überholen

Immer noch zitternd, voll Adrenalin und Wut schreibe ich wieder mal über meinen Arbeitsweg per Velo. In der steilen Riethstraße, den ich per Wiegetritt erklimme, überholt mich ein Autofahrer, obwohl ein anderer PKW von oben entgegenkommt. Natürlich reicht der Raum zum Überholen nicht aus, also rammt der Mensch mit Überholzwang extrem knapp an mir vorbei. Oben zeigt die Ampel rot, der Fahrer muss warten. Ich fahre an die linke Autoseite ran, klopfe an. Der Fahrer, ein älterer Herr öffnet die Tür: „Was gibt’s denn?“ „Kennen Sie den Sicherheitsabstand beim Überholen von Radfahrern?“, will ich, erschrocken und noch atemlos von ihm wissen. Auf diese konkrete Frage keine Antwort, nur die unzutreffende Behauptung: “Ja, wenn Sie die mitten auf der Straße fahren!“ Das Gespräch endet ergebnislos, da der Mensch den Drang verspürt, weiterzufahren, schiesslich zeigt die Ampel jetzt grün. Ein älterer, nicht so souveräner Radfahrender wäre bei diesem gefährdenden Überholmanöver möglicherweise erschrocken und gestürzt.

Wissentliche Gefährdung? Altersbedingte Defizite? Ignoranz?

So, was geht da in den Köpfen von (oft älteren Autofahrern) vor?
Und in dieser Frage ist es ist irrelevant, wo der Zweiradfahrer sich befindet: Ob ganz schüchtern ganz rechts oder selbstbewusst und wahrnembar mit Abstand zu Randstein, Gosse und Schlagloch: Ist die Gegenfahrbahn nicht frei, oder gibt es die Straßenbreite nicht her, darf nicht überholt werden. Der Sicherheitsabstand vom Überholenden zur Radfahrenden ist 1,50 m. Ein Meter Fünfzig! Weniger Abstand ist eine konkrete und oft auch wissentliche Gefährdung des anderen Verkehrsteilnehmers.

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