Worte zum Sonntag
"Der schwarze Freitag"

  • Foto: Jens Märker / pixelio.de
  • hochgeladen von Egmond Prill

Es ist der wirklich schwarze Freitag der Geschichte. Die Welt hält den Atem an. In den Kirchen verstummen die Glocken und schweigen. Es ist laut Verordnung ein „stiller Feiertag“ ohne ­Gaudi, ein Tag der Weh­klage – altgermanisch „kara“: Karfreitag. Jesus stirbt. Er verblutet geschunden am Kreuz.

Er wird hingerichtet wie ein Verbrecher. Alles ist aus. Gott hat der Erde den Rücken gekehrt. Das Licht der Hoffnung erlischt. Das Leben erstirbt. Gott richtet die Welt. Doch die Strafe liegt allein auf Jesus, damit wir Frieden haben.

Jesus war friedlich durch das Land gezogen, hatte Schwache ermutigt, Kranke geheilt und selbst für Feinde noch gute Worte ­gefunden. Doch nun ist er von allen Freunden verlassen. Er schreit in seiner Not: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Alle Nächte der Menschheit brechen über ihm zusammen. Der Sohn Gottes trägt die Sünde der Welt und durchleidet die Gottesferne. Das ist wirklich der Tod.

Aus menschlicher Sicht wird Jesus zermahlen im Räderwerk der Macht. Aus Gottes Sicht aber wird für alle Menschen der Grund der Erlösung gelegt: „Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ (Römer 3,23-24). Wohin mit Schuld? Sie können am Kreuz abladen. Jesus entsorgt Lebensmüll.

Gesegnete Zeit.

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