Der Stadtindianer

er Erfurter Christoph Vollrath ist Hobby-Indianer aus Leidenschaft, das sieht man ihm auch an. Wenn er sich einmal nicht wie ein Lakota-Indianer kleidet, trägt er zumindest immer etwas Indianisches an sich.
  • er Erfurter Christoph Vollrath ist Hobby-Indianer aus Leidenschaft, das sieht man ihm auch an. Wenn er sich einmal nicht wie ein Lakota-Indianer kleidet, trägt er zumindest immer etwas Indianisches an sich.
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Karl May ist gerade in aller Munde, jährt sich doch zum Monatsende dessen Todestag zum einhundertsten Mal. „Seine Bücher sind schon okay, zur Unterhaltung gedacht“, gibt Christoph Vollrath lächelnd zu. Aber mit der Realität, weiß er, haben die nichts zu tun.

Da kennt sich der 38-Jährige schon sehr viel besser aus. Schließlich läuft er nicht nur zu den verschiedensten Anlässen herum wie ein Lakota-Indianer, sondern befasst sich intensiv mit der Geschichte dieser Sioux-Gruppierung. Ein echter Indianer aber sei er nicht, betont er, so dürfe man sich nämlich nur nennen, wenn ein anderer Indianer ihn dazu ernennen würde. Ein Traum, der vielleicht eines Tages wahr wird.
Irgendwie ist er da reingewachsen, er, der schon immer ein Draußen-Mensch war und von Wald und Wiese nicht genug bekommen konnte. Eines Tages kam diese Neugier auf das Leben der Indianer hinzu. Heute könnte Christoph Vollrath stundenlang erzählen, in den letzten zehn Jahren hat er eine Menge Wissen angesammelt.
Dass er auch die richtige Kleidung dazu trägt, es ist etwa die eines Lakota-Indianers aus dem Jahr 1870, ist für ihn nur logisch. Alles selbstgemacht, aus original indianischen Stoffen und Utensilien.

Sieht man ihn in der Stadt, zieht er alle Blicke auf sich. Und er lässt andere gern an seiner Lebenseinstellung teilhaben, vor allem Kinder.
In Ferienlagern und auf diversen Veranstaltungen ist der Hobby-Indianer unzählige Male aufgetreten, inzwischen geht er auf Anfrage in Schulen, um Kindern das Leben der Lakotas nahe zu bringen. Immer ist er dicht umringt, die Kleinen staunen und sind stolz, wenn sie einige der mitgebrachten Stücke sogar in den Händen halten dürfen. Zu jedem von ihnen gibt es eine kleine Geschichte, jedes Ding hat eine Bedeutung. Und er erzählt ihnen davon, was es heißt, ein Lakota zu sein: Der legt großen Wert auf die Familie und den Zusammenhalt, er zeigt sich stark und kämpferisch, immer gesprächsbereit, beschützt andere und geht mit der Natur sehr behutsam um. Alles Dinge, die man sich durchaus abgucken kann.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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