Anzeige

Worte zum Sonntag
Die Liebeserklärung des Franziskus von Assisi

(Foto: Jenny Horn / pixelio.de )
Anzeige

In den nächsten Tagen wird die Weihnachtskrippe abgeräumt. Alle Teile werden einzeln gut verpackt: Die heilige Familie, Engel, die Hirten, die Weisen aus dem Morgenland, Schafe sowie Ochs und Esel. Fertig! Nichts fehlt, oder doch? Vor Jahren hatte mich ein Christenlehrekind gefragt: Wo ist die Katze?

In der Tat: Unsere Lieblingstiere fehlen an der Krippe: Hund und Katze. Während sie in unseren Regionen geliebt werden, fristen Katzen und Hunde im Orient bis heute oft ein klägliches Dasein. Pferde werden geschätzt, auch Falken und Adler gezüchtet und abgerichtet. Hunde lebten zu biblischen Zeiten oft außerhalb der Dörfer in wilden Rudeln. Andererseits wurden alle Tiere als Gottes Geschöpfe gesehen. Franziskus von Assisi wurde mit seiner Tierliebe bekannt. Er lobte im „Sonnengesang“ den Schöpfer und predigte den Vögeln.

Von Anfang an haben Christen auch das Leiden der Tiere gesehen. Paulus klagt: „Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden. Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit.“ (Römer 8,19). Die Tiere sind Mitgeschöpfe und sie sehnen sich wie der Mensch nach Heil und Erlösung. Und Franziskus wird diese Liebeserklärung an den Hund zugeschrieben: „Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde? Doch mein Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

Gesegnete Zeit.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige