Junger angehender Pastor fühlt sich Luther sehr nah
Eine Herzenssache

Er lebt seinen Glauben: Kevin Herla
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Der angehende, in Erfurt lebende Pastor Kevin Herla lebt begeistert seinen Glauben und fühlt sich Luther sehr nah.

"Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben..." So beginnt der eine Satz im Römerbrief, den Martin Luther für das Hauptstück des Neuen Testaments hielt. Wie kaum ein anderes biblisches Buch hat der Römerbrief die Geschichte der Kirche geprägt.

Mehr als 500 Jahre, nachdem Luther seiner Thesen anbrachte, nennt Kevin Herla dieses Zitat "legendär", es schmückt die Wand in seinem Büro. Herla fühlt sich Luther sehr nah, ist immer wieder auf seinen Spuren unterwegs. Dabei ist es nicht lange her, seit er selbst zum Glauben gefunden hat. Als 18-Jähriger, Kranker, macht er Bekanntschaft mit der Bibel.

Heute, mehr als sieben Jahre danach, hat Kevin Theologie studiert, wird nach seiner Zeit als Vikar in einem Jahr Pfarrer sein. Seine Leidenschaft lebt er schon heute. Der bekennende Christ, der von sich sagt, er sei begeistert von Jesus und seiner Kirche, hat gemeinsam mit anderen die Vision, in Thüringen weitere Kirchen entstehen zu lassen. Deshalb wirkt er mit im Kirchengründungsnetzwerk "Kirchenthuer e.V.", deshalb steht er in Erfurt der neubegründeten "ConnectKirche" als Pastor vor und gibt seine Begeisterung mit überbordendem Herzen weiter. Inzwischen findet sich die evangelische ConnectKirche ebenso in Eisenberg und Arnstadt, in den Anfängen auch in Weimar und Bad Blankenburg. Martin Luther, der Erneuerer, der Fragensteller, der Denker, habe durch sein Wirken einst auch die Grundlage dafür gelegt, dass dies heute möglich sei.

Diese neue Art von Kirche ist ein Raum für Begegnungen, ein Angebot, Gott kennenzulernen, auch brisante Fragen zu stellen, Skepsis zuzulassen und darüber, vielleicht, zum Glauben zu finden. Hier sieht der junge Herla viele Parallelen zu Luther: "Er wollte, dass Gott verständlich wird für die Menschen, dass sie zu ihm finden, das war ihm ein Herzensanliegen", sagt er, der Gottes Liebe als ein großes Geschenk ansieht und der selbst in seinen unzähligen Gesprächen und in seinen Predigten Wert darauf legt, verstanden zu werden. So lässt er das Evangelium zur guten Nachricht werden, macht aus Buße bereuen oder das Gebet wird zum Reden mit Gott. Luther würde es vielleicht heute ähnlich halten.

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