Worte zum Sonntag
Herbstlicht am Abend

  • Foto: Alfred Borchard / pixelio.de
  • hochgeladen von Egmond Prill

Herbst im Mittelgebirge. Die Sonne sendet letzte Strahlen über die Berge. Sie taucht die Mischwälder in mildes Licht. Ein herrliches Farbenspiel bezaubert die Sinne und wärmt die Seele. Nach Sonnenuntergang wird es kälter werden. Nachtnebel werden kommen, bevor morgen neues Licht die Welt erhellen wird. Aber das ist eine andere Geschichte.

Jetzt will es Abend werden. Das goldene Herbstlicht hat Dichter und Maler bewegt. Diese Stunde lässt uns an das Ende denken. Ein Tag geht zur Neige. Unser Leben wird ein Ende haben. Menschen, die an der Schwelle zum Tod waren, beschreiben warmes Licht, das sie umfangen habe. Sie erzählen von wohltuender Helligkeit und Weite.

Seit alter Zeit sprechen Menschen beim Thema Tod auch vom Entschlafen. Christen nennen den Abschied aus diesem Leben oft ein Heimgehen.

Jesus lädt uns zu Lebzeiten ein: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28). Dieser Zuspruch gilt für alle Tage unseres Lebens und für die Stunde unseres Sterbens. Mir haftet ein Satz im Gedächtnis: Wirklich wertvoll im Leben ist das, was in der letzten Viertelstunde noch Gültigkeit besitzt. Manche unserer Sicherheiten und sicher alle Eitelkeiten werden da zerbröseln. Der leuchtende Herbstabend erinnert uns an das Ende und ermuntert uns zugleich zum Leben im Vertrauen auf Jesus Christus.

Gesegnete Zeit.

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