Anzeige

Ist das gerecht?

Wo: Ostumfahrung, Konrad-Adenauer-Straße, Erfurt auf Karte anzeigen
Anzeige

Da rast ein 17jähriger Azubi mit einem wenige Tage alten Führerschein, mit dem Firmenwagen seines Arbeitgebers wie ein Vollpfosten und qualmenden Bremsen auf ein anderes Auto. Dieses rollt langsam mit Warnblinkanlage auf ein Stauende zu, als es passiert.
In dem Fahrzeug sitzen 2 junge Frauen, eine davon schwanger!
Der Aufprall zerstört das Heck des alten Opel und verletzt die beiden Frauen.
Die eine (Beifahrerin) erleidet ein Schleudertrauma, die andere fürchtet um ihr ungeborenes Kind!
Das Auto wird viele Meter nach vorn geschleudert, zum Glück nicht auf das Stauende, wer weiß wie es sonst ausgegangen wäre!
Der jugendliche Raser interessiert sich nach dem Unfall nicht einmal, wie es seinen Opfern geht, er macht sich nicht mal die Mühe nach vorn zu gehen und nach ihnen zu sehen. Kein Wort des Bedauerns.
Die jungen Frauen kümmern sich um Polizei etc.
Ein Rettungswagen kommt zufällig vorbei und hilft.
Die Frauen müssen ins Krankenhaus, zum Glück keine schweren Folgen für beide und das ungeborene Kind. Der alte Opel ist nur noch Schrott.
Was geschieht nun?
Der jugendliche Raser (wo war überhaupt die erwachsene Begleitperson???) wird wohl jetzt Fußgänger, die Firma bzw deren Versicherung reguliert den Schaden.
Und da beginnt die Ungerechtigkeit: Wirtschaftlicher Totalschaden heißt, für den Opel gibt´s nur den Zeitwert... vielleicht 1000 Euro.
Die werdende Mutti und ihr Mann brauchen aber ihr Auto beruflich und privat dringend.
Nun haben sie aber gerade erst ihr Studium beendet und nichts auf der hohen Kante für ein vernünftiges Auto. Außerdem wird das erwartete Baby ja auch einiges kosten.
Was ihnen jetzt bleibt, sind Probleme, Sorgen, Ängste vor Spätfolgen für´s Baby.
Und der Beifahrerin? Bleiben tagelange Schmerzen und Beeinträchtigungen, Ängste und mehr
Und das alles, weil so ein unfähiger 17jähriger Raser ein weithin sichtbares Stauende nicht für voll nimmt und seine gesetzlich vorgeschriebene erwachsene Begleitperson auch nicht aufpasst oder gar nicht im Auto saß?
Ist das gerecht?

Übrigens: Leider keine erfundene Geschichte, sondern geschehen am Donnerstagnachmittag auf der Ostumfahrung Erfurt nahe Abfahrt Ringelberg.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige