Jetzt schlägt's dreizehn!

„Ich bin überhaupt nicht abergläubisch“, gesteht Professor Dr. Sergey Dashkovskiy und hat deshalb weder gegenüber der Zahl 13 noch dem Jahr 2013 irgendwelche Befindlichkeiten.
  • „Ich bin überhaupt nicht abergläubisch“, gesteht Professor Dr. Sergey Dashkovskiy und hat deshalb weder gegenüber der Zahl 13 noch dem Jahr 2013 irgendwelche Befindlichkeiten.
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Kaum ist das neue Jahr begrüßt, sind wir schon mittendrin. Was wird das Jahr mit der 13 am Ende bringen? „Na, jede Menge Glück“, hört man dieser Tage oft. Andere wiederum bekommen vor Schreck große Augen. Die 13, sind sie überzeugt, könne nichts Gutes verheißen. Die extrem Abergläubischen meiden sogar Räume, Sitzplätze, Stockwerke und alles, was mit der 13 zu tun hat.

Die Angst vor dieser Zahl wird Triskaidekaphobie genannt. Darunter leiden wohl mehr Menschen als vermutet. Wie sonst ließe sich erklären, dass in Flugzeugen Sitzreihe 13 fehlt oder man in manchen Gebäuden von der 12. direkt in die 14. Etage gelangt? Auch Napoleon führte grundsätzlich an keinem 13. eine Schlacht, Bismarck unterzeichnete an solchem Tag keine Verträge.

Wer glaubt, dass die 13 mit Unglück gleichzusetzen ist, hat Beispiele parat: Beim letzten Abendmahl, so heißt es, wurde Jesus vom 13. in der Runde verraten. Im Märchen Dornröschen spricht die 13. Fee den verhängnisvollen Fluch. Auf dem 1-Dollar-Schein gilt die dort vorkommende 13 als Verschwörungszahl.
Es gibt auch gute Beispiele: Im Mittelalter benötigte man 13 Männer, um ein Kloster zu gründen. Mit dem „Bäcker-Dutzend“ meint man 13 Backstücke, es gibt also eins gratis. In Teilen Frankreichs und in Italien gilt die Zahl als Glückszahl, in Mexiko ist sie sogar heilig.

Professor Dr. Sergey Dash­kovskiy schüttelt lächelnd den Kopf. Der Mathematiker lässt sich davon nicht beeindrucken und beleuchtet die 13 aus wissenschaftlicher Sicht: „Sie ist eine ungerade Zahl, ein Primzahl, liegt in der Fibonacci-Folge und gehört zu einem pythagoreischen Tripel“. Bemerkenswert sei, fügt er hinzu, dass es genau 13 archimedische Körper gibt. Seinen abergläubischen Zeitgenossen kann er versichern, dass sie sich nicht zu fürchten brauchen: „2013 ist zwar auch ungerade und gehört zu einem pythagoreischen Tripel, aber sie ist keine Primzahl, keine Fibonacci-Zahl und nicht als Summe von zwei ganzzahligen Quadraten darstellbar.
Also hat 2013 nur zwei von fünf Eigenschaften, die die 13 hat.“ Das Jahr 2013 wird also ein gutes. Man muss nur daran glauben.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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