Optima; oder was von ihr übrig geblieben ist

Das Maskottchen der Optimaner hat einen Ehrenplatz in der Werkstatt.
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  • Das Maskottchen der Optimaner hat einen Ehrenplatz in der Werkstatt.
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Bis zum Jahr 1990 war die Optima einer der größten Betriebe in Erfurt. Über 6.000 Menschen arbeiteten hier. Produzierten mechanische und elektronische Schreibmaschinen, die weltweit gefragt waren. Heute erinnert eigentlich nichts mehr an dieses traditionsreiche Unternehmen.

Und dennoch gibt es einen Optimaner, der nicht nur die Erinnerung an seinen Betrieb aufrecht erhält, sondern sein über viele Jahre erworbenes "Handwerk" auch noch ausübt. Im ehemaligen Betriebsteil des VEB Optima, in der Zittauer Straße in Erfurt, hat Rainer Helmuth seine Werkstatt, Optiprint.
Hier sind die Regale voll mit Schreibmaschinen und Bauteilen aus der Produktion des ehemaligen Erfurter Betriebes.
Aus nah und fern bringen bzw. schicken Menschen ihre liebgewordenen Schreibmaschinen zur Reparatur oder Wartung. Trotz moderner Computertechnik ziert die gute alte Schreibmaschine immer noch so manchen Arbeitsplatz bzw. heimisches Arbeitszimmer. Das Beschaffen so mancher Ersatzteile ist allerdings alles andere als ein Klaks, aber der Fachmann Rainer Helmuth versteht nicht nur sein Handwerk, sondern ist als ehemaliger DDR-Bürger natürlich auch ein Meister der Improvisation. Wenn keiner mehr weiter weiß, Rainer Helmuth hilft.
So manches Liebhaber- und Sammlerstück landete und landet in der Werkstatt Optiprint. Gern treffen sich dann auch ehemalige Arbeitskollegen von Rainer Helmuth, um beim Anblick der technischen Wunder aus vergangenen Zeiten zu fachsimpeln, oder auch andere gemeinsame schöne Ereignisse aus der Zeit als Optimaner aufzufrischen. Bei allem Spaß, den die ehemaligen Kollegen und engen Freunde bei ihren Treffen haben steht doch immer wieder die Frage, musste die Optima wirklich ganz geschlossen werden? Gab es wirklich keine anderen Lösungen? Ich lasse das einfach mal so im Raum stehen.
Gebraucht wird das Wissen und Können von Rainer Helmuth alle Male noch, was die vollen Auftragsbücher beweisen. Eigentlich könnte er schon in den Ruhestand treten, aber das Werkeln an seiner geliebten Technik macht ihm immer noch Freude und außerdem ist da der Wille, anderen zu helfen.
Die Werkstatt Optiprint ist nicht nur Arbeitsort, sondern irgendwie auch ein Stück Museum und Begegnungsstätte ehemaliger Optimaner. Der „Freundeskreis Optiprint“ ist sich absolut einig, der Rainer muss hier schon noch ein paar Jahre die Stellung halten. Dafür wünschen wir ihm beste Gesundheit.

Ihr BürgerReporter

Jörg Hoffmann

Autor:

Jörg Hoffmann aus Erfurt

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