Thüringer Musik-Kult(ur) in der Kathedrale des "weißen Goldes"
Von Beethoven zu den Beatles und Puccini zu Pink Floyd: 30. Auflage mit den Ohrwürmern aus Klassik und Rock im Erlebnis Bergwerk Merkers

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Was einst beim Erfurter Krämerbrückenfest begann, lockt heute Musikfans von weit her unter Tage ins Erlebnisbergwerk an der Werra.
Merkers. Ob "Golden Oldies" oder die Ohrwürmer aus Klassik und Rock - die Musiker der Erfurter Kultband "Vital" verbinden weit über die Landesgrenzen hinaus musikalisch Generationen und sind längst ein starkes Kapitel Thüringer Musik- und Unterhaltungs-Geschichte geworden. Seit 45 Jahren ist die Cover-Band um Frontmann Werner Zentgraf (70) "on Tour und steuert am Wochenende 28./29. September 2019 ein neues Jubiläum an - die 30. Auflage ihres Classic-&-Rock-Events, das kurz nach der Jahrtausendwende zum Krämerbrückenfest "geboren" wurde und dann über Jahre auf dem Erfurter Domplatz Tausende in den Bann zog und begeisterte - eine Rekordkulisse. Das ist zwar inzwischen Stadt-Geschichte, doch das Klassik-Rock-Projekt von "Vital" lebt erfolgreich weiter.  Dann  gibt es 500 Meter unter Tage in der "Kathedrale des weißen Goldes" im Erlebnisbergwerk Merkers an der Werra zwei mitreißende Konzerte von "Vital" und der Thüringen Philharmonie sowie weiteren Solisten mit musikalischen "Ohrwürmern" von Beethoven bis zu Beatles, von Puccini bis zu Pink Floyd.
Von weit her über die Landesgrenzen hinweg lockt auch die 30. Auflage mit dem Besten von Classic & Rock die Musikfans in die unterirdische Konzerthalle des Kalireviers an der Werra. Aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben: wie in den Vorjahren sind die Konzerte unter Tage seit Wochen ausverkauft.
Auf die Idee für die Classic-Rock-Konzerte wurde der "Vital"-Frontmann Werner Zentgraf übrigens kurz vor der Jahrtausendwende durch den Norweger Terje Wik Mikkelsen, ein international anerkannter Musiker und Dirigent, gebracht, den Zentgraf damals ganz zufällig in einem Wirtshaus getroffen hatte. Die Idee wurde erfolgreich in die Wirklichkeit umgesetzt, was ein ziemlicher Kraftakt war und es auch bis heute noch ist. Denn die Titel aus Rock, Pop und dem klassischen Musikrepertoire müssen für Orchester, Rockmusiker und die beteiligten Solisten arrangiert und geschrieben werden. Im Laufe der Jahre ist das Repertoire der Classic-Rock-Titel für "Vital" & Co mittlerweile auf immerhin 60 Arrangements angewachsen, die es so auf die erforderlichen Notenblätter geschafft haben.
Doch damit nicht genug: Für seine Heimatstadt komponierte Werner Zentgraf gemeinsam mit Gotte Gottschalk die "Erfordia-Suite". 2005 wurde das Werk vor der Kulisse des Erfurter Domes vor sage und schreibe mehr als 20 000 Besuchern auf dem Domplatz uraufgeführt, eine musikalische Zeitreise durch die Geschichte der Stadt Erfurt. Von der "Gloriosa" des Domes eingeläutet spannt sich der Bogen von der Historie Erfurts bis in die heutige Zeit. Ein solcher Bogen gehört auch zum Programm-Konzept der Vital-Classic-Rock-Konzerte. Es sind durchweg populäre Melodien, also "Ohrwürmer" der Musikgeschichte, die interpretiert werden. Im riesigen Großbunker des Kalibergwerks Merkers, auch als "Kathedrale"beschrieben, stehen bei der 30. Auflage des Klassik-Rock-Ereignisses nicht nur die Vital-Musiker Werner Zentgraf, Wieland Götze, Rocco Basler, Ben Hohlfeld und Eberhard Bieber auf der Bühne, auch die Simon Garfunkel Revival Band ist diesmal mit dabei. Mit der Thüringen Philharmonie sind der Tenor Claus Durstewitz und die Sopranistin Katerina Beranova zu hören. Am Dirigentenpult steht Maestro Russel Harris aus London, ein international bekannter Kapellmeister, der auch schon bei den britischen "Proms" oder bei der Hardrock-Legende Jon Lord, dem einstigen Gründungsmitglied von "Deep Purple" und Klassik-Rock-Wegbereiter, den Taktstock führte. Für das Erlebnisbergwerk Merkers sind die Klassik-Rock-Konzerte immer wieder eine logistische Herausforderung, ein so großes Musikeraufgebot samt Instrumente und Technik auf die Bühne zu bringen.
Und während die letzten Vorbereitungen für das 30. Best of Classic & Rock mit "Vital" in Merkers laufen, hat Werner Zentgraf bereits die nächste musikalische Herausforderung für ein Thüringer Großereignis im Blick: "Drei(n)schlag 2020" in Mühlberg. Denn am 22. August 2020 soll es nach der Legende der wundersamen Namensgebung der Landschaft Drei Gleichen wieder eine spektakuläre Inszenierung mit einer fulminanten Pyro-Show über den drei Burgen geben. Zur Hauptveranstaltung auf Gut Ringhofen ist wieder ein Konzert mit der Thüringen Philharmonie Gotha und Klassikern der Filmmusik geplant. Besondere Töne dazu möchte Werner Zentgraf mit "Vital" dazu gerne beisteuern und plant dazu eine weitere Komposition. Vielleicht folgt ja auf die "Erfordia Suite" aus 2005 bald eine "Drei(n)schlag Suite" für 2020...

Autor:

Dieter Lücke aus Sondershausen

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