Die kleine leukämiekranke Hermine hat einen Stammzellenspender gefunden
Weitere Helden gesucht!

Hier ist für die kleine Hermine die Welt noch in Ordnung.
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  • Hier ist für die kleine Hermine die Welt noch in Ordnung.
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  • hochgeladen von Helke Floeckner

Plötzlich ist alles ­anders. Die zweijährige Hermine aus ­Bothenheilingen ist an Leukämie ­erkrankt. ­Ein Stammzellenspenderwurde in letzter Minute gefunden. Eine Benefizlesung und weitere Aktionen ­sollen nun anderen helfen.

Gerade noch feiern sie Geburtstag mit Hermine. Zwei Jahre ist der kleine Sonnenschein jetzt alt, der Mama und Papa so viel Freude bringt. bringt. ­Einen Tag später ist alles anders, die Welt steht Kopf, hat mit einem Mal sämtliche Farben verloren. Die kleine Hermine ist an Leukämie erkrankt. Eine ­niederschmetternde ­Diagnose. Nicht nur die Eltern wirft sie aus der Bahn, auch Familie und Freunde ringsherum sind tief betroffen. „Sie sollen wissen, dass wir für sie da sind“, ist Doreen Balzkes erste Reaktion. Seit Jahren schon ist die Fotografin mit Hermines Eltern befreundet, manchmal spielen ihre Kinder miteinander. Dafür wird lange keine Zeit mehr sein. Jetzt braucht Hermine sehr viel Kraft, ­genau wie Mama und Papa.

Gleich nach der Diagnose Ende Oktober beginnt die erste Chemotherapie. Nach einer Pause folgt die nächste. Dann geht es wieder von vorn los. In diesen Wochen ist ­Hermine in Jena im Universitätsklinikum, die Eltern sind bei ihr. Wenn ihr Kind um sein Leben kämpft, können sie nicht arbeiten, sie müssen mit ihm gemeinsam ver­suchen, stark zu sein.

„Wahnsinn, was die Eltern da leisten. Und die kleine ­Hermine sowieso. So ein kleines Kind muss so viele ­Chemotherapiebehandlungen über sich ergehen lassen, sie weiß doch überhaupt nicht mit den schlimmen Nebenwirkungen umzu­gehen“, nimmt Doreen Balzke Anteil am Schicksal der Familie aus Bothenheilingen im ­Unstrut-Hainich-Kreis. ­Jeden Tag ist sie mit Hermines Eltern in Kontakt, hofft und bangt jede Sekunde mit ihnen. Und das Bangen geht weiter: Hermine braucht trotz der Chemotherapie eine ­Therapie mit Stammzellen. Dafür muss ein Spender her.

Viele nehmen Anteil und helfen

Längst hatte es sich, auch dank Doreen Balzke und anderer Freunde, in der Region herumgesprochen, wie sehr Hermine Hilfe braucht. Viele Menschen nehmen seit Monaten Anteil. Hermines Eltern wurden von ihren Arbeitgebern freigestellt. Im Ökumenischen Hainich-Klinikum, da, wo der Vater arbeitet, spenden andere Beschäftigte Urlaubstage und Überstunden, außerdem unterstützt das Klinikum die Typisierung. In Betrieben, Geschäften, Schulen und Kindergärten stehen Spendenboxen, einige starten extra Aktionen für Hermine. „Die Einnahmen werden dafür gebraucht, dass in Zusammen­arbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei ein Stammzellenspender gefunden wird.“ Eine einzige Spende typisieren zu lassen, kostet 35 Euro.

Auch Tom Werner hilft mit

Als der Erfurter Autor Tom Werner von Hermines Geschichte erfährt, ist auch er sofort bereit zu helfen. „Uns geht es allen gut, da ist es doch selbstverständlich, etwas zu tun“, sagt er und leistet seinen Anteil mit einer Benefizlesung am Samstag. Unter dem Motto „Helfen mit Humor“ liest er in Bad Langensalza aus seinem Buch „Ich müsste mal aufräumen“. Darin geht es in vergnüglicher Weise um das alltägliche Miteinander in der Ehe und mit pubertierenden Kindern. Tom Werner ist selbst Familien­vater und als Pädagoge mit Leidenschaft in einer sozialen Einrichtung tätig. Für ihn ist es selbstverständlich, dass der Erlös seiner Lesung zu 100 Prozent gespendet wird.
Auch dieses Geld sollte dafür sein, den einen Stammzellen­spender zu finden, der Hermines Leben retten kann.

Gute Nachricht: Spender ist gefunden!

Doch nun gibt es eine glückliche Wendung: Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns die Nachricht: Es wurde ein Spender für Hermine gefunden! Hermines Eltern sind überglücklich. Und überwältigt von der großartigen Unterstützung: „Ihr habt uns in den letzten Wochen so viel Kraft gegeben, und dafür danken wir euch von ganzem Herzen!“ 

Auch Doreen Balzke teilt die Freude und Hoffnung mit ihren Freunden. Die denken trotz der schwierigen Zeit auch an andere. „Hermine hat im Krankenhaus so viele kleine Freunde gefunden. Es gibt noch so viele andere, die dringend einen Stammzellen­spender brauchen“, weiß sie. Deshalb übermittelt Doreen Balzke den Wunsch der Eltern: Die bereits geplanten Aktionen sollen unbedingt weiterlaufen, um auch anderen Todkranken eine Chance auf Leben zu geben. „Bitte lasst diese Aktionen zu einem vollen Erfolg werden und lasst uns ein Denkmal setzen für den Kampf gegen Blutkrebs!“ Damit auch Hermines Freunde leben dürfen.

Termine für künftige Helden:

Benefizlesung mit Tom Werner:
» Samstag, 17. März, 19.30 Uhr, ­Friederikenschlösschen Bad Langensalza,
Karten: Touristinfo & Salza-Buchhandlung.

» Flohmarkt: Samstag, 7. April, rund ums Rathaus Bad Langensalza mit einer Typisierungsaktion vor Ort.

Weitere Informationen gibt es in der Facebook-Gruppe „Ein Wir für Hermine“.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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