Worte zum Sonntag - 29. Januar: „Entschuldigen Sie bitte“

Kinder tun es, Journalisten tun es, Politiker tun es: Sie entschuldigen sich. Keiner kommt ohne Fehler durchs Leben. Mitunter verbissen kommt es über die Lippen: "Ich entschuldige mich."

Aber genau dort ist der Haken. Wie kann ich mich denn selbst entschuldigen? Lügen-Baron Münchhausen konnte sich mit eigener Kraft am eigenen Schopf samt Pferd aus dem Sumpfe ziehen. Eine schöne Geschichte, aber eben auch eine dicke Lüge. Niemand zieht sich selbst aus dem Sumpf. Keiner kann sich selbst entschuldigen und begangene Schuld ausräumen.

Allein der durch meine Schuld Betroffene kann über eine Entschuldigung entscheiden. Er kann Schuld vergeben. Und deshalb wende ich mich an ihn und bitte um seine Entschuldigung: "Entschuldigen Sie bitte!" Wir haben das gedankenlos vergessen oder scheuen bewusst den Schritt zum anderen und die reuige Bitte um Vergebung.

Doch allein so gelingt ein neuer Anfang - am besten auch im Gespräch mit dem Himmel: "Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir." (Psalm 51).

Hier ist sich einer seiner Schuld bewusst. Er bittet Gott um Vergebung, um Reinigung und empfängt am Ende ein neues Leben. Genau mit diesem Schritt gewinnen wir Zukunft.

Gesegnete Zeit.

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