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Worte zum Sonntag: "Der Traum einer Welt ohne Waffen"

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Der Geruch frisch gepflügter Erde liegt in der Luft. Vögel kreisen über tiefbrauner Scholle. Am Ende des Ackers wurde der schwere Pflug abgestellt. Ein friedliches Bild. Was hatte der Prophet Micha vor Augen, als er schrieb:

"Gott wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk gegen das andere das Schwert erheben und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen."

Es ist der Traum einer Welt ohne Waffen. Gott will sie schaffen. Noch ist davon nichts zu sehen. In unseren Tagen schauen viele ratlos in den Orient. Die Bilder von Blut und Tränen sind kaum zu ertragen. Sippen, Stämme und Staaten kämpfen um Boden und Freiheit. Sunniten, Schiiten, Kurden und andere ringen um die Macht. Dazwischen Flucht und Elend. Reicht es, dahin Bohnen und Brot zu schicken? Oder müssen Gewehre und Granaten geliefert werden? Aber werden mehr Waffen mehr Frieden bringen?

Vor dem UN-Gebäude in New York steht jene Skulptur, die der christlichen Friedensbewegung der DDR in den achtziger Jahren als Symbol diente. Ein kräftiger Mann schmiedet mit wuchtigen Hammerschlägen ein mächtiges Schwert zur Pflugschar. Der Horror der Gewalt nah und fern darf uns nicht die Hoffnung nehmen, mit Mut, Kraft und Gebet Frieden zu stiften.

Gesegnete Zeit.

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