Worte zum Sonntag: "Die richtigen Zeichen setzen"

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„Wir müssen andere Zeichen setzen“: Der Spruch stammt aus der Seefahrt. Ohne Funk und Telefon wurden in alter Zeit Flaggen­signale gesetzt. Schiffe konnten sich so verständigen. In einer Kriegsflotte war es entscheidend, dass zuverlässig signalisiert wurde. Auch im Kampf zu Lande stand oft die Frage: Wie stehen die Zeichen? Im gut gegliederten Heer der Römer hatte jede Abteilung ein Feldzeichen, ein Signum.

Ein „signifer“ trug es hoch an der Stange. Gab es einen Fehlschlag, wurde das Zeichen gewendet oder eingezogen: „re-signare“ bedeutete Rückzug. „Resignation“ überfiel die Truppe.

„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet nicht satt, ihr trinkt und bleibt doch durstig und wer Geld verdient, legt es in einen löchrigen Beutel“, so klagt ein Mann der Bibel. Viele spüren heute, wie Sparbuch und Rente in einem Beutel voller Löcher sind, dem Leben Halt und Sinn fehlen. Müssen wir andere Zeichen setzen? Nicht noch mehr Kreuze abhängen, sondern in unserem Land wieder Kreuze anbringen? Jesus Christus will uns Hoffnung geben. „Wohl dem Volk, dessen Gott dieser Herr ist“, heißt es in Psalm 33.

Christen haben eine ­Aktion „Gott segne unser Land“ gestartet (www.gott-segne-unser-land.de). Unser Wort „Segen“ kommt vom Begriff „Signum“ und meint auch das Zeichen des Kreuzes. Es ist wie ein Plus-Zeichen vor unserem Leben und unserem Land.

Gesegnete Zeit.

Autor:

Egmond Prill aus Erfurt

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