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Worte zum Sonntag "Die Welt will den Tod vergessen"

(Foto: Uwe Heinemann)
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Letzte Blätter fallen. Nebel und Nässe überziehen das Land und die Seele. Es ist frostig geworden. Letzte Gartenblumen ließen ihr Leben. Die Bäume stehen kahl und leblos. Todesahnung. Totensonntag.

Die kürzer werdenden Tage erinnern uns an das Ende - auch das eigene. Alles muss sterben - auch ich. Der Mensch weiß um seinen Tod. Doch gerade diese Gedanken wollen wir gern ausblenden und verdrängen. Darum haben wir jetzt schon Weihnachtsglanz in den Kaufhäusern und Lichterketten auf den Straßen. Die Welt will den Tod vergessen. Heute können wir nicht ausweichen.

"Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der du die Menschen sterben lässt und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden." (Psalm 90).

Mein Leben liegt in Gottes Hand. Da ist es gut aufgehoben. Ich bin nicht wie das Blatt im Wind, das ziellos zur Erde fällt und vergeht. Mein Leben mit allen Brüchen und Halbheiten, mit Schuld und Sünde ist wertvoll in Gottes Augen. Darum geht er mich suchen. Darum will ich mich finden lassen. Darum will ich in seiner Hand bleiben. Er hebt mich auf. Er hat mich aufgehoben. Bei ihm bin ich aufgehoben - für Zeit und Ewigkeit. Jesus sagt: "Ich lebe und ihr sollt auch leben." (Joh. 14,19).

Gesegnete Zeit.

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