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Worte zum Sonntag: "Kein Mensch ist ohne Gewissen"

Unser Gewissen ist so persönlich wie unser Fingerabdruck.
Unser Gewissen ist so persönlich wie unser Fingerabdruck. (Foto: Jürgen Jotzo/pixelio.de)
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Jeder Mensch hat es und trägt es mit sich. Es ist kein Gegenstand, es lässt sich nicht kaufen: Unser Gewissen ist jene Stimme des Herzens, die uns anspricht, die um gut und böse weiß. Was hat es mit diesem Mahner auf sich?

Wer spricht da eigentlich? Große Geister und Philosophen haben darüber nachgedacht. Unser Gewissen ist so persönlich wie unser Fingerabdruck. Im Lateinischen meint der Begriff ein "Mit-Wissen", gemeint ist ein aufmerksamer Wächter des Denkens und Handelns in uns. Wir kennen ein "ruhiges Gewissen" und "Gewissensbisse"; kein Mensch ist ohne Gewissen. In der Bibel bekennt einer: "An meiner Gerechtigkeit halte ich fest und lasse sie nicht; mein Gewissen beißt mich nicht wegen eines meiner Tage." (Hiob 27,6).

Allerdings: Man kann sein Gewissen betrügen, gelegentlich übertönen und ausblenden. Gewissenlos handelt, wer eigene Einsichten und die Empfindungen anderer übergeht.

Der Apostel Paulus betont, dass wir uns nicht gegenseitig im Gewissen belasten sollen - zugleich das Gewissen anderer respektieren. Er sieht im Gewissen aller Menschen eine Gabe von Natur aus. Unser Gewissen ist nicht einfach die Stimme Gottes, aber es wird auch durch den Glauben und das Wissen um Gottes Gebote geprägt. Die Gesellschaft und die Familie haben Einfluss, ebenso die Medien. Lassen wir uns auch in der Kirchengemeinde ein gutes Gewissen prägen.

Gesegnete Zeit.

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