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Worte zum Sonntag: "Kinder sind kein Gebrauchsgegenstand"

(Foto: Michael Neupert / pixelio.de)
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Seit Wochen hören wir wieder Nachrichten über Gewalt an Kindern. Sexueller Missbrauch wurde aus Schulen und Internaten berichtet. Medien meldeten Ereignisse in Reformschulen, christlichen Einrichtungen und Jugendwerkhöfen der DDR. Besonders dramatisch sind die vielen Fälle, die unter dem Dach der Kirche geschahen. Viele Christen unabhängig von ihrer Konfession sind geschockt.

Hatte Jesus nicht die Kinder geachtet und ­gefördert? „Da wurden ­Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter.“ (Matthäus 19,13-15). Das Wort vom „Missbrauch“ der Kinder ist ein unpassender Begriff. Es gibt den Missbrauch einer Scheckkarte, wenn Betrüger diese in die Hand bekommen. Und es gibt den richtigen Gebrauch, wenn der Besitzer seine Tankrechnung damit zahlt.

Doch Kinder sind kein Gebrauchsgegenstand. Im Blick auf Kinder gibt es weder richtigen noch falschen „Gebrauch“. Kindern gehören Zuneigung und Zuwendung, Herz und Liebe. Sicher auch Zurechtweisung und Erziehung. Und die Täter? Keine Frage: Kriminelle gehören vor Gericht. Strafe muss sein! Am Ende sagt Jesus Opfern und selbst Tätern: Kommt her zu mir alle, ihr Mühseligen und Beladenen.

Gesegnete Zeit.

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