Worte zum Sonntag: "Rückbesinnung auf Jesus"

Mit allerhand Pomp planen die Protestanten für 2017 das Jubiläum "500 Jahre Reformation". Neben den evangelischen Kirchen schaut auch die katholische Kirche auf den 31. Oktober 1517 zurück. Martin Luther wollte mit seinen 95 Thesen ein Gelehrtengespräch über den Glauben anstoßen. Als Antwort auf seine Frage nach einem gnädigen Gott hatte er neu Mut machende Worte in der Bibel entdeckt. Eine neue Kirche war nicht sein Ziel.

Es ging ihm um eine Erneuerung der bestehenden Kirche: Eine Re-Formation, ein Zurück in die ursprüngliche Form. Dazu gehörte aus seiner Sicht auch eine bescheidene Kirche und Rückbesinnung auf Jesus und dessen Botschaft. Dem diente die Übersetzung des Neuen Testaments und später der gesamten Bibel ins Deutsche. Mit der Nutzung der neuen Technik im Buchdruck, Verfahren mit beweglichen Lettern, fand die deutsche Bibel rasch Verbreitung. Nun hatten viel mehr Menschen den Zugang zur heiligen Schrift.

Und bis heute gilt das Wort von der Gnade allen Menschen: "Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben." (Römer 3,22.23+28).

Gesegnete Zeit.

Autor:

Egmond Prill aus Erfurt

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