Worte zum Sonntag "Wir müssen Maßhalten lernen"

Die ganze Welt spricht über Geld. Kreditausfälle und Managergehälter sind Themen im Fernsehen und in der Zeitung. Schnell sind sich viele einig: Schuld sind die da oben, die Reichen!
Doch Reichtum war für die Schreiber der Bibel nicht unbedingt ein Problem. Es gab richtig reiche Leute. Abraham, Jakob und Esau waren wohlhabende Herdenbesitzer. Ein reicher Ratsherr namens Josef aus Arimathäa ließ auf seine Kosten Jesus bestatten.
Freilich, es gab auch bedenkenswerte Worte gegen den Reichtum. Jesus warnte: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme." (Markus 10,25).
Das Geld ist nicht der Knackpunkt, sondern der Mensch. Wie geht jemand mit seinem Geld und Gut um? Wie ist der Reichtum entstanden? Wie verändert großer Gewinn den Charakter? Das sind die entscheidenden Fragen. Und müssen wir uns nicht alle fragen: Sind zehn Prozent Zinsgewinn nicht besser als zwei? Sind es nicht auch viele Kleinsparer, die ebenfalls am großen Rad drehen wollten und nach Gewinn, aber nicht nach Risiko fragten?
In den biblischen Sprüchen heißt es: "Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer mehr." (Sprüche 13,11). Nicht nur die da oben, sondern wir alle müssen neu Maßhalten lernen. Sparen heißt sammeln und vermehren, jedoch auch einsparen und verzichten, um einen Notgroschen zu haben.

Gesegnete Zeit.

Autor:

Egmond Prill aus Erfurt

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