Zehn sexy Jungs aus Berlin schaffen in Erfurt nackte Tatsachen

International besetzt sind die Sixx Paxx aus Berlin.
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Wenn Frauen reihenweise den Verstand verlieren, machen die "Sixx Paxx" aus Berlin einen guten Job. Am 14. März haben sie die Thüringerinnen im Visier

Frauen den Kopf zu verdrehen, ist das erklärte Ziel der Menstrip-Formation "Sixx Paxx" aus der Bundeshauptstadt. Am kommenden Dienstag haben es die zehn sexy Jungs auf Thüringens Weiblichkeit abgesehen. AA-Redakteurin Jana Scheiding sprach mit Regisseur und "Sixx Paxx"-Kopf David Farell, Jahrgang 1988 und seit zehn Jahren in der Branche, über nackte Haut und erotische Gedanken.

Haben Sie heute schon die Hüllen fallen lassen?
Noch nicht, aber am Dienstag in Erfurt.

Woraus besteht Ihr Gepäck?
Aus bequemen Trainingsanzügen, Kosmetik, Rasierer, Haargel, Laptop, einigen T-Shirts. Keine Stringtangas!

Vergessen Frauen angesichts heißer Männerkörper ihre guten Manieren?
Es wäre schlimm für uns, wenn sich die Frauen langweilen würden. Natürlich vergessen sie sich, werden hemmungslos. Ich meine das positiv. Wenn wir spüren, dass sich die Frauen mitreißen lassen und Spaß haben, ist das völlig in Ordnung.

Gilt das für jedes Alter?
Natürlich. Von 18 bis 80 ist in unserem Publikum jedes Alter vertreten.

Da gibt es doch bestimmt auch verklemmte Frauen...
Es gibt skeptische Frauen, doch wir schaffen meistens, sie mit unserer Show zu begeistern. Viele haben uns das schon bestätigt und ehrlich zugegeben, mit Vorurteilen behaftet gewesen zu sein.

Sehen Sie sich als Stripper oder als Künstler?
Wir sind Künstler, das ist unser Ansporn, wir wollen etwas bieten. Bei uns ist der Weg das Ziel. Das heißt, es geht nicht hauptsächlich darum, am Ende nackig auf der Bühne zu stehen.

Gelten Sie deshalb in der Menstrip-Branche als Revolution?
Ich denke schon. Wir ziehen uns nicht nur aus, wir entertainen. Bei uns kommen weder Öl noch knappe Unterwäsche zum Einsatz. Wir sind witzig, unterhaltsam und nehmen uns selbst aufs Korn. Die Frauen wollen ja nicht den ganzen Abend coole Jungs sehen und nichts weiter. Das ist wie mit einem guten Film: Ich möchte auch nicht 90 Minuten lang Typen in Lederjacke mit Sonnenbrille sehen. Die Show muss charmant und unterhaltsam sein. In anderen Gruppen liegt das Augenmerk woanders, es fehlt auch oft der Mut, Neues zu probieren.

Was war das schönste Kompliment, dass Frauen Ihnen gemacht haben?
Dass wir besser seien als die „Chippendales“.

Sitzen auch Männer im Publikum?
Ja zum einen Homosexuelle, zum anderen Männer, die ihre Frauen begleiten. Männer betrachten uns aus einer anderen Perspektive. Sie sehen nicht nur die Körper, sondern das Ganze. Wenn sie uns dann sagen, dass sie sich gut unterhalten fühlten, ist das für uns eine tolle Sache.

Wie wird man Stripper?
Das ist natürlich kein Berufswunsch, den man mit 15 in der Schule äußert. In diese Branche rutscht man hinein. Man muss kein Adonis sein, aber eine gewisse Optik mitbringen. Ich wurde in Berlin auf einer Modeveranstaltung entdeckt. Wichtig ist auch ein Talent, wie tanzen, singen oder Akrobatik. Die meisten Männer modeln oder sind im Go-go-Bereich tätig. Manchmal ist man auch zur richtigen Zeit im Fitness-Studio.

Ab welchem Alter gilt man in der Branche als Methusalem?
Das ist unterschiedlich. Wenn es die Natur gut meint, kann man das bis 50 machen. Für andere ist mit 30 Schluss.

Haben Sie Pläne für die Zeit danach?
Ja, natürlich. Sixx Paxx ist ein Unternehmen, wir unterhalten ein Theater in Berlin und eröffnen demnächst eine Location auf Mallorca. Außerdem betreiben wir eine Künstleragentur. Die Jungs sind gefestigt, haben einen Beruf, manche ein Studium. Unser Job ist sehr anstrengend, aufregend, aber jeder von uns hat auch die Verantwortung für die Gruppe. Ich bezeichne uns gern als coole Bundeswehr: Wir verpflichten uns für eine gewisse Zeit und danach muss jeder sehen, wo er bleibt.

Gibt es Frauen an Ihrer Seite?
Die gibt es und sie wissen um unsere Arbeit. Wir haben 54 Auftritte in 60 Tagen. Das Rockstarimage - jeden Abend in der Disco Frauen abschleppen – gilt für uns nicht.

Wenn Sie hübsche Frauen auf die Bühne holen, ist da auch eigene Erregung im Spiel?
Nein, dafür sind wir zu lange im Geschäft. Mit den Frauen ist es ein Glücksspiel. Viele, aber nicht alle, machen direkt mit. Wenn wir spüren, dass zum Beispiel auch eine korpulente 50-Jährige Spaß hat, ist das toll. Bedenken Sie, dass wir zweieinhalb Stunden hochkonzentriert arbeiten, damit möglichst keine Fehler passieren. Wenn ich meine Jacke ausziehe, kann ich die nicht auf die Bühne werfen, ich muss die dafür vorgesehene Ecke treffen. Unsere Positionen sind nummeriert, damit wir im Licht stehen, das müssen wir die ganze Zeit im Blick haben. Bei alldem bleibt wenig Zeit für erotische Gedanken.

Haben Sie eine Botschaft für Thüringens Frauen?
Ja. Viele Frauen sagen, dass Stripshows nichts für sie seien. Das trifft aber nur zu, wenn sie keinen Spaß haben. Wir sind keine eingeölten Typen mit der Sahnesprühdose in der Hand, denen es darum geht, Frauen abzuschleppen. Wir bieten Unterhaltung, Spaß und körperliche Ästhetik. Ich wünsche mir, dass Menstrip gesellschaftsfähiger wird und die Frauen weniger Vorurteile haben.

https://www.youtube.com/watch?v=HpI4pWRIzEs

Zur Sache:
Die Berliner Menstrip-Formation "Sixx Paxx" steht für akrobatische Shows, Entertainment, künstlerisches Auftreten mit Charme, Ästhetik und natürlich Sixpack. Die jungen Männer zwischen 25 und 40 Jahren kommen aus Brasilien, Kolumbien, Italien, Deutschland, Russland, Moldawien, den USA und Ungarn.
Mediale Aufmerksamkeit erlangte "Sixx Paxx" 2014 in der RTL-Show "Das Supertalent". Es folgten Clubtouren, Showprogramme in Konzerthallen und TV-Auftritte.
Sixx Paxx-Mitglieder sind Athletic- und Fashionmodels mit schauspielerischen, musikalischen und akrobatischen Fähigkeiten.
Am 14. März, treten sie 20 Uhr in der Messehalle Erfurt auf. Die Tour - europaweit in über 100 Städten - steht unter dem Motto "10 Men - 10 Dreams".

www.sixxpaxx.de

Autor:

Jana Scheiding aus Arnstadt

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