Anzeige

Erstbesteigung

Wo: Brocken, Ilsenburg (Harz) auf Karte anzeigen
Anzeige

Na, mit der Brockenbahn kann ja jeder diesen Berg "erklimmen"

Nachdem der Geheime Rat J. W. von Goethe den Brocken am 10. Dezember 1777 bestiegen hat, war es längst Zeit, um Gleiches zu tun. Gut, da liegen 236 Jahre dazwischen, aber es ist nie zu spät.

Wir - Stefan, Baldur, Werner, Bella und ich - starteten im Ilstal (307 Meter) um 10 Uhr. Brocken-Ankunft um 14.45 Uhr. Ja, ja, da lag ja auch eine Stunde Rast dazwischen - an der Roten Brücke, Bremer Hütte!

Gewandert wurde auf jener Strecke, auf der Heinrich Heine 1824 vom Brocken nach Ilsenburg hinabstieg. Und es die Route, auf der Hans Christian Andersen 1831 den Aufstieg zum Brockengipfel in Angriff nahm. Letzterer hatte es schwerer als wir bei herrlichen Sonnenschein. Andersen schrieb: "Der Brocken war ganz in die große Gewitterwolke eingehüllt, die ihre Blitze zwischen die Fichten hinabschleuderte; dennoch beschloß ich..., den Berg zu besteigen."

Heinrich Heine beschreibt in der Harzreise seine Wanderung auf den Brocken mit Übernachtung im Brockenhotel. Angeblich schrieb er nach einer nebeligen Besteigung des Brockens in das Gipfelbuch: „Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine, Heinrich Heine.“ Dieses Zitat wurde ihm aber nur angedichtet. :)

Unser Abstieg erfolgte um 17.15 Uhr über die Zeterklippe, Weißtannenheiweg, Renneckenberg, Mokenhausstern, Gasthaus "Zur Plessenburg", Paternosterklippe und Ilsenstein. Goethe erwähnt die Granitformation Ilsenstein in der Walpurgisnacht-Szene in Faust I. Von hier aus startete die Hexe zum Blocksberg. Der Fels taucht in Heinrichshöhe und Schnarcherklippen in Faust II wieder auf. Heine beschreibt in "Die Harzreise", wie er den Ilsestein besteigt.

Ankunft Parkplatz im Ilsetal: 22.21 Uhr! Wanderstrecke: 30,1 km, reine Wanderzeit: 8.44 Stunden.

Tour und 34 weitere Wanderungen

Text wird noch ergänzt

Siehe auch:
Horst Reinecke hat Knast

Siehe auch: Brocken-Verwirrung

Musikalische Diashow

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige