Reiten, Jagen, Fischen: Die Messe lockte nach Erfurt

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Sie hat nicht nur Freunde,

die Messe Reiten, Jagen und Fischen. Insgesamt aber in diesem Jahr so viele Freunde, dass es für einen Besucherrekord gereicht hat. Fast 28.000 Menschen haben sich für die Angebote am Wochenende interessiert. Dass diese Messe so gut besucht ist, zeigt auch, dass die Thüringer und die Gäste aus angrenzenden Bundesländern sich Zeit für ihre Hobbys nehmen.

Allerdings, und darauf spielte der einleitende Satz an, steht gerade die Jagt auch immer im Fokus der Kritik von Tierschützern. Die demonstrierten am Samstagmorgen friedlich mit Transparenten vor der Messe. Das Richtig und das Falsch liegt wie immer im Auge des Betrachters. Jeder hält seine Argumente für die Richtigen.

Angler sehen sich als Naturschützer

In diesem Jahr jedenfalls war neu, dass die Angler eine eigene Halle für sich hatten. Und noch dazu die Größte der Messehallen, die Halle 1. Dort gab es nicht nur von den Verbänden einiges zu sehen, sondern auch Ausstellung heimischer Fischarten sowie viele Angobte mit neuer und alter Technik. Über die Natur ließ sich dort einiges lernen, wie auch in Halle zwei.

Während sich die Angler selbst als Naturschützer sehen, weil sie gekippte Gewässer wieder ins Gleichgewicht bringen, in Arbeitseinsätzen Müll entfernen und Seen mit Fischen besetzen, sahen die Demonstranten das eher kritisch, weil zum Angeln eben auch das Töten des Fisches gehört.

Ähnlich bei den Jägern in Halle zwei: Sie sehen in ihren Beruf eine Kontrollfunktion bezüglich der Wildbestände. Die Tierschützer vor der Halle halten das für unnötig.

Nicht zu bestreiten ist allerdings, dass jeder, der die Messe besuchte auch eine Menge über die Natur lernen konnte. Dafür sorgten unter anderem die Angebote des Thüringer Forstes.

Pferdefreunde und Reitsportler fanden ihren Himmel in Halle drei. Technik, Reiten in der Sand-Arena, Wagen und Zubehör.

„Die Reiten-Jagen-Fischen findet aufgrund ihrer gut abgestimmten Mischung aus Freizeit-, Sport- und Fachangeboten zunehmend überregionales Interesse“, resümierte Messechef Wieland Kniffka am Sonntag. „Die Investitionen in Wettbewerbe und Publikumsattraktionen haben sich gelohnt. Unser neues Hallenkonzept ist gut angenommen worden.“

Inzwischen kämenrund 36 Prozent der Besucher aus einer Entfernung bis 100 kilometer, rund 10 Prozent würden sogar einen Anreiseweg bis 300 km auf sich nehmen, so Kniffka.

Autor:

Axel Heyder aus Erfurt

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